Globale Verstrickungen. Die Westdeutsche Bekleidungsindustrie von 1970 bis 2000

Beginn des Projektes: Oktober 2021

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Die westdeutsche Bekleidungsindustrie befand sich seit den 1970er Jahren im Umbruch, viele Unternehmen meldeten Konkurs an oder verschwanden gänzlich. Aber im Gegensatz zu den Näher:innen, die reihenweise entlassen wurden, wuchs der Bedarf an leitenden Angestellten, auch weil in einigen Unternehmen das Management generell schlecht aufgestellt war. Zeitgleich expandierten mehr und mehr Unternehmen ins europäische Ausland bzw. in noch fernere Länder. Diese Entwicklungen waren miteinander verwoben, denn gut ausgebildete Fachkräfte mit einer kaufmännischen, kreativen oder technischen Qualifikation wurden immer wichtiger für den Bekleidungssektor und sind es bis heute.

Dieses Projekt möchte einerseits den Spuren dieses Personals folgen, das für die Organisation und Auslagerung der Produktion zunächst ins europäische Ausland sowie später auch nach Fernost verantwortlich war. Daneben soll auch die Arbeit kreativer Köpfe untersucht werden, die mit modischer Kleidung die Nachfrage einer immer diverser werdenden Gesellschaft befriedigten. Denn spätestens in den 1970er Jahren waren die Märkte für Bekleidung gesättigt und nur noch mit einem Angebot neuester Modetrends konnten einige Unternehmen Konsument:innen zum Kauf ihrer Ware animieren. Das führte zu dieser Zeit zu einer anwachsenden Relevanz der Werbeindustrie für den Bekleidungssektor, mit der sich ab den späten 1970er Jahren auch heute noch relevante Unternehmen auseinanderzusetzen begannen.
Die Berufsgruppe der „Leitenden Angestellten“ ist eine diverse Gruppe von Arbeitnehmer:innen, deren ausgeübte Tätigkeit sich stark voneinander unterscheidet. Doch die Tatsache, dass sich diese Berufsfelder besonders ab den 1970er Jahren weiterentwickelten und das Fundament für die heutige globale Arbeitswelt legten, verbindet sie miteinander. Aus diesem Grund möchte dieses Projekt den Verknüpfungen, Gemeinsamkeiten oder auch Unterschieden zwischen ihnen nachspüren. Schlussendlich wird der Frage nachgegangen, wie sich einzelne Berufszweige des leitenden Management innerhalb der Bekleidungsindustrie bei der Bewältigung globaler Herausforderungen entfalteten und dabei exemplarisch die Arbeitswelt von morgen schufen.

Betreuer: Frank Bösch/Winfried Süß im Rahmen des Graduiertenkollegs "Wandel der Arbeitswelt"

Christina Häberle

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Büro: Am Neuen Markt 1, Raum 0.19

E-Mail: haeberle [at] zzf-potsdam.de

Forschung

Globale Verstrickungen. Die Westdeutsche Bekleidungsindustrie von 1970 bis 2000

Beginn des Projektes: Oktober 2021

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Die westdeutsche Bekleidungsindustrie befand sich seit den 1970er Jahren im Umbruch, viele Unternehmen meldeten Konkurs an oder verschwanden gänzlich. Aber im Gegensatz zu den Näher:innen, die reihenweise entlassen wurden, wuchs der Bedarf an leitenden Angestellten, auch weil in einigen Unternehmen das Management generell schlecht aufgestellt war. Zeitgleich expandierten mehr und mehr Unternehmen ins europäische Ausland bzw. in noch fernere Länder. Diese Entwicklungen waren miteinander verwoben, denn gut ausgebildete Fachkräfte mit einer kaufmännischen, kreativen oder technischen Qualifikation wurden immer wichtiger für den Bekleidungssektor und sind es bis heute.

Dieses Projekt möchte einerseits den Spuren dieses Personals folgen, das für die Organisation und Auslagerung der Produktion zunächst ins europäische Ausland sowie später auch nach Fernost verantwortlich war. Daneben soll auch die Arbeit kreativer Köpfe untersucht werden, die mit modischer Kleidung die Nachfrage einer immer diverser werdenden Gesellschaft befriedigten. Denn spätestens in den 1970er Jahren waren die Märkte für Bekleidung gesättigt und nur noch mit einem Angebot neuester Modetrends konnten einige Unternehmen Konsument:innen zum Kauf ihrer Ware animieren. Das führte zu dieser Zeit zu einer anwachsenden Relevanz der Werbeindustrie für den Bekleidungssektor, mit der sich ab den späten 1970er Jahren auch heute noch relevante Unternehmen auseinanderzusetzen begannen.
Die Berufsgruppe der „Leitenden Angestellten“ ist eine diverse Gruppe von Arbeitnehmer:innen, deren ausgeübte Tätigkeit sich stark voneinander unterscheidet. Doch die Tatsache, dass sich diese Berufsfelder besonders ab den 1970er Jahren weiterentwickelten und das Fundament für die heutige globale Arbeitswelt legten, verbindet sie miteinander. Aus diesem Grund möchte dieses Projekt den Verknüpfungen, Gemeinsamkeiten oder auch Unterschieden zwischen ihnen nachspüren. Schlussendlich wird der Frage nachgegangen, wie sich einzelne Berufszweige des leitenden Management innerhalb der Bekleidungsindustrie bei der Bewältigung globaler Herausforderungen entfalteten und dabei exemplarisch die Arbeitswelt von morgen schufen.

Betreuer: Frank Bösch/Winfried Süß im Rahmen des Graduiertenkollegs "Wandel der Arbeitswelt"

Christina Häberle

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Büro: Am Neuen Markt 1, Raum 0.19

E-Mail: haeberle [at] zzf-potsdam.de

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