Frauen, politische Subjektivierung und Gewalt im Nordirlandkonflikt 1969 - 1998. Handlungsräume, Repressionserfahrungen und Solidaritäten im Kontext der Neuen Frauenbewegung

Beginn des Projektes: September 2019

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Der Nordirlandkonflikt stellt eine der folgenschwersten Auseinandersetzungen dar, die Westeuropa nach 1945 gesehen hat. Für viele Frauen bedeutete er zeitgleich die erstmalige Möglichkeit, aus dem privaten Haushalt und traditionellen Rollenbildern auszubrechen und als politische Subjekte in einem männlich-dominierten Gewaltraum tätig zu werden: als Aktivistinnen in sozialen Bewegungen wie der Friedensbewegung und dem Feminismus, aber auch in der Unterstützungsarbeit für paramilitärische Verbände oder als deren aktive Mitglieder.

Das Dissertationsprojekt widmet sich diesem Spannungsfeld und fragt nach der Bedeutung von physischer Gewalt für Prozesse der politischen Subjektivierung von Frauen: Welche Rolle spielten eigene Gewalterfahrungen für Handlungsstrategien und das politische Bewusstsein? Welche Bedeutung kam internationalen feministischen Diskursen zu Gewalt und Geschlecht in diesem Kontext zu? Und wie beeinflusste gewaltvolles Handeln die Wahrnehmung von Frauen als politische Akteurinnen? Mit der Untersuchung von Gewaltphänomenen aus dem öffentlichen und privaten Bereich sollen neue Betrachtungsweisen des Nordirlandkonflikts angeboten und Fragen nach dem Verhältnis von Geschlecht und Gewalt im politischen Handeln über den geographischen Schwerpunkt hinaus eröffnet werden.

Juliane Röleke

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Tel.: 0331/74510-127
Fax: 0331/74510-143

E-Mail: roeleke [at] zzf-potsdam.de

Forschung

Frauen, politische Subjektivierung und Gewalt im Nordirlandkonflikt 1969 - 1998. Handlungsräume, Repressionserfahrungen und Solidaritäten im Kontext der Neuen Frauenbewegung

Beginn des Projektes: September 2019

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Der Nordirlandkonflikt stellt eine der folgenschwersten Auseinandersetzungen dar, die Westeuropa nach 1945 gesehen hat. Für viele Frauen bedeutete er zeitgleich die erstmalige Möglichkeit, aus dem privaten Haushalt und traditionellen Rollenbildern auszubrechen und als politische Subjekte in einem männlich-dominierten Gewaltraum tätig zu werden: als Aktivistinnen in sozialen Bewegungen wie der Friedensbewegung und dem Feminismus, aber auch in der Unterstützungsarbeit für paramilitärische Verbände oder als deren aktive Mitglieder.

Das Dissertationsprojekt widmet sich diesem Spannungsfeld und fragt nach der Bedeutung von physischer Gewalt für Prozesse der politischen Subjektivierung von Frauen: Welche Rolle spielten eigene Gewalterfahrungen für Handlungsstrategien und das politische Bewusstsein? Welche Bedeutung kam internationalen feministischen Diskursen zu Gewalt und Geschlecht in diesem Kontext zu? Und wie beeinflusste gewaltvolles Handeln die Wahrnehmung von Frauen als politische Akteurinnen? Mit der Untersuchung von Gewaltphänomenen aus dem öffentlichen und privaten Bereich sollen neue Betrachtungsweisen des Nordirlandkonflikts angeboten und Fragen nach dem Verhältnis von Geschlecht und Gewalt im politischen Handeln über den geographischen Schwerpunkt hinaus eröffnet werden.

Juliane Röleke

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Tel.: 0331/74510-127
Fax: 0331/74510-143

E-Mail: roeleke [at] zzf-potsdam.de

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