Die Internationale Organisation nationaler Energiepolitik

Großbritannien und die Bundesrepublik Deutschland in der Internationalen Energieagentur (IEA), 1974–1993

Das Forschungsprojekt untersucht die Bedeutung internationaler Organisationen für die nationale Politikgestaltung seit den 1970er Jahren am Beispiel der Energiepolitik. Die Forschungsliteratur hat für diesen Zeitraum eine deutliche quantitative Zunahme internationaler Organisationen registriert und daraus deren zunehmenden Einfluss auf die Nationalstaaten abgeleitet. In der Literatur zu einzelnen Politikfeldern werden internationale Einflüsse jedoch weitgehend ignoriert. Aufgrund dieser Diskrepanz soll in dem DFG-Projekt am Beispiel der Energiepolitik untersucht werden, ob und wie sich die Praxis des Regierens seit den 1970er Jahren durch die internationalen Organisationen veränderte.

Im Zentrum des Projekts steht die 1974 von den westlichen Industrieländern gegründete Internationale Energieagentur (IEA) in Paris. Unter erstmaliger Erschließung des IEA-Archivs und des Nachlasses des ersten IEA-Exekutivdirektors soll untersucht werden, wie die gemeinsame Arbeit in der IEA funktionierte. In einem zweiten Schritt soll dann anhand des von der IEA praktizierten Peer-Review-Verfahrens am britischen und westdeutschen Beispiel vergleichend analysiert werden, wie die IEA versuchte, eine Umsetzung ihrer Ziele in den Mitgliedsländern sicherzustellen. Dabei soll überprüft werden, inwiefern die durch die Diskussionen und Verfahrensweisen in der IEA vereinheitlichten Sichtweisen und Ideentransfers auch in einem stark von nationalen wirtschaftlichen Interessen geprägten Feld politikformierende Kraft entfalteten.

Priv.-Doz. Dr. Henning Türk

Von Oktober 2018 bis zum 31. März 2020 nimmt Henning Türk eine Lehrstuhlvertretung an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn wahr.

E-Mail: tuerk [at] zzf-potsdam.de

Forschung

Die Internationale Organisation nationaler Energiepolitik

Großbritannien und die Bundesrepublik Deutschland in der Internationalen Energieagentur (IEA), 1974–1993

Das Forschungsprojekt untersucht die Bedeutung internationaler Organisationen für die nationale Politikgestaltung seit den 1970er Jahren am Beispiel der Energiepolitik. Die Forschungsliteratur hat für diesen Zeitraum eine deutliche quantitative Zunahme internationaler Organisationen registriert und daraus deren zunehmenden Einfluss auf die Nationalstaaten abgeleitet. In der Literatur zu einzelnen Politikfeldern werden internationale Einflüsse jedoch weitgehend ignoriert. Aufgrund dieser Diskrepanz soll in dem DFG-Projekt am Beispiel der Energiepolitik untersucht werden, ob und wie sich die Praxis des Regierens seit den 1970er Jahren durch die internationalen Organisationen veränderte.

Im Zentrum des Projekts steht die 1974 von den westlichen Industrieländern gegründete Internationale Energieagentur (IEA) in Paris. Unter erstmaliger Erschließung des IEA-Archivs und des Nachlasses des ersten IEA-Exekutivdirektors soll untersucht werden, wie die gemeinsame Arbeit in der IEA funktionierte. In einem zweiten Schritt soll dann anhand des von der IEA praktizierten Peer-Review-Verfahrens am britischen und westdeutschen Beispiel vergleichend analysiert werden, wie die IEA versuchte, eine Umsetzung ihrer Ziele in den Mitgliedsländern sicherzustellen. Dabei soll überprüft werden, inwiefern die durch die Diskussionen und Verfahrensweisen in der IEA vereinheitlichten Sichtweisen und Ideentransfers auch in einem stark von nationalen wirtschaftlichen Interessen geprägten Feld politikformierende Kraft entfalteten.

Priv.-Doz. Dr. Henning Türk

Von Oktober 2018 bis zum 31. März 2020 nimmt Henning Türk eine Lehrstuhlvertretung an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn wahr.

E-Mail: tuerk [at] zzf-potsdam.de

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