Der Einfluss nationalsozialistischer Militär- und Rüstungspolitik auf das Berliner Umland

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Die Arbeit analysiert, inwieweit militärstrategische Handlungen und rüstungspolitische Entscheidungen während der NS-Zeit in ihrer Wirkung über die Hauptstadt Berlin hinausgingen und die gesamte Metropolregion erfassten. Wie haben Wiederaufrüstung, Rüstungs- und Kriegswirtschaft sowie der Kriegsverlauf das Berliner Umland geprägt und gegebenenfalls nachhaltig verändert? Welche gesellschaftlichen Entwicklungen haben sich aus diesen Prozessen ergeben und wie tiefgreifend haben sie die Region geprägt?

Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden im Berliner Umland Truppenübungsplätze, Kasernen und Anlagen für die Erforschung und Erprobung von Rüstungsgütern. Diese militärische Infrastruktur konnte nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages nur in weitaus geringerem Maße genutzt werden. Auch die Bildung  von „Groß-Berlin“ 1920 entzog den Umlandkreisen in erheblichem Umfang Wirtschaftskraft und Steuereinnahmen.

Partizipation an der Wirtschaftskraft der Metropole und insbesondere an der Wiederaufrüstung schienen nach 1933 als höchst willkommener Ausweg aus der seit 1919/20 schwelenden Krise. Es wird insbesondere vor diesem Hintergrund zu untersuchen sein, inwieweit dieses Kalkül der „Provinz“ aufgegangen ist, wie sich der Prozess in sozialer, ökonomischer und politischer Hinsicht im Zeichen von Hochrüstung und Krieg konkret vollzog und welche langfristigen Folgen er hatte.

Silvio Fischer

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

E-Mail: fischer [at] zzf-potsdam.de

Forschung

Der Einfluss nationalsozialistischer Militär- und Rüstungspolitik auf das Berliner Umland

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Die Arbeit analysiert, inwieweit militärstrategische Handlungen und rüstungspolitische Entscheidungen während der NS-Zeit in ihrer Wirkung über die Hauptstadt Berlin hinausgingen und die gesamte Metropolregion erfassten. Wie haben Wiederaufrüstung, Rüstungs- und Kriegswirtschaft sowie der Kriegsverlauf das Berliner Umland geprägt und gegebenenfalls nachhaltig verändert? Welche gesellschaftlichen Entwicklungen haben sich aus diesen Prozessen ergeben und wie tiefgreifend haben sie die Region geprägt?

Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden im Berliner Umland Truppenübungsplätze, Kasernen und Anlagen für die Erforschung und Erprobung von Rüstungsgütern. Diese militärische Infrastruktur konnte nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages nur in weitaus geringerem Maße genutzt werden. Auch die Bildung  von „Groß-Berlin“ 1920 entzog den Umlandkreisen in erheblichem Umfang Wirtschaftskraft und Steuereinnahmen.

Partizipation an der Wirtschaftskraft der Metropole und insbesondere an der Wiederaufrüstung schienen nach 1933 als höchst willkommener Ausweg aus der seit 1919/20 schwelenden Krise. Es wird insbesondere vor diesem Hintergrund zu untersuchen sein, inwieweit dieses Kalkül der „Provinz“ aufgegangen ist, wie sich der Prozess in sozialer, ökonomischer und politischer Hinsicht im Zeichen von Hochrüstung und Krieg konkret vollzog und welche langfristigen Folgen er hatte.

Silvio Fischer

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

E-Mail: fischer [at] zzf-potsdam.de

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