Der Duft der anderen

Eine olfaktorische Geschichte der deutschen Teilung 1949-2000

Assoziiertes Forschungsprojekt

Die räumliche Teilung Deutschlands war nicht nur ein politisches Ereignis. Aus Perspektive der sensory studies lässt sie sich als ein Prozess verstehen, der tief in die Chemie der Umwelt und sogar in die Biologie der Menschen eingriff. Gerüche waren ein zentrales Gebiet, auf dem Differenz sinnlich erfahren und artikuliert wurde. Das Projekt untersucht, wie nicht nur unterschiedliche smell scapes entstanden, sondern auch, wie sich die Sensibilitäten der Menschen veränderten – etwa im Verhältnis zu Lebensmitteln, Produkten und Industrielandschaften. Zentrale Untersuchungsgebiete sind Vergleiche von Geruchskonflikten, Abgaspolitiken sowie Parfum- und Kosmetikindustrien. Der Untersuchungszeitraum umfasst die Phasen der politischen und der räumlichen Teilung, der osmotischen Angleichung während der „langen Wende“ sowie der erinnerungskulturellen Rekonstruktion der Nachwendezeit, in der Gerüche ebenfalls eine wesentliche Rolle (etwa in „Ostalgie“ und „Westalgie“) spielen. Ziel des Projektes ist es damit, Erkenntnisse nicht nur über die alltags- und umweltgeschichtliche Tiefe der Teilung zu gewinnen, sondern auch über die zeitlich spezifische und politisch-kulturelle Bedingtheit der Sinne als Wahrnehmungsorganen zwischen Biologie und Kognition. Damit ist es Teil einer Geschichte der Sinne in der longue durée des 19. und 20. Jahrhunderts.

Bodo Mrozek

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

E-Mail: mrozek [at] zzf-potsdam.de

 

Forschung

Der Duft der anderen

Eine olfaktorische Geschichte der deutschen Teilung 1949-2000

Assoziiertes Forschungsprojekt

Die räumliche Teilung Deutschlands war nicht nur ein politisches Ereignis. Aus Perspektive der sensory studies lässt sie sich als ein Prozess verstehen, der tief in die Chemie der Umwelt und sogar in die Biologie der Menschen eingriff. Gerüche waren ein zentrales Gebiet, auf dem Differenz sinnlich erfahren und artikuliert wurde. Das Projekt untersucht, wie nicht nur unterschiedliche smell scapes entstanden, sondern auch, wie sich die Sensibilitäten der Menschen veränderten – etwa im Verhältnis zu Lebensmitteln, Produkten und Industrielandschaften. Zentrale Untersuchungsgebiete sind Vergleiche von Geruchskonflikten, Abgaspolitiken sowie Parfum- und Kosmetikindustrien. Der Untersuchungszeitraum umfasst die Phasen der politischen und der räumlichen Teilung, der osmotischen Angleichung während der „langen Wende“ sowie der erinnerungskulturellen Rekonstruktion der Nachwendezeit, in der Gerüche ebenfalls eine wesentliche Rolle (etwa in „Ostalgie“ und „Westalgie“) spielen. Ziel des Projektes ist es damit, Erkenntnisse nicht nur über die alltags- und umweltgeschichtliche Tiefe der Teilung zu gewinnen, sondern auch über die zeitlich spezifische und politisch-kulturelle Bedingtheit der Sinne als Wahrnehmungsorganen zwischen Biologie und Kognition. Damit ist es Teil einer Geschichte der Sinne in der longue durée des 19. und 20. Jahrhunderts.

Bodo Mrozek

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

E-Mail: mrozek [at] zzf-potsdam.de

 

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