Das Bundeskanzleramt und der politische Umgang mit der NS-Zeit

Im Zentrum des Projekts steht die politische Praxis des Bundeskanzleramts (BKAmt) und damit die Art und Weise, wie es von seiner Gründung bis in die Ära Schmidt auch jenseits des Einflusses von Staatssekretär Hans Globke auf die NS-Zeit Bezug nahm. Anhand verschiedener Themenfelder wird untersucht, wie historische Verantwortung, Erinnerung und Erfahrung auf die Arbeit des BKAmts und die von ihm ausgehenden Netzwerke einwirkten. In diesem Rahmen steht etwa zu untersuchen, wie das BKAmt auf die Kritik an personellen Kontinuitäten reagierte und welche Bedeutung den Themen Verfolgung, Widerstand und Exil in der Arbeit des BKAmt zukam. Ebenso wird der Stellenwert von Vergangenheits- und Geschichtspolitik für das BKAmt erforscht und wie beide hinsichtlich einer Stärkung oder Schwächung von Demokratie und Westbindung bzw. einer Distanzierung vom „Dritten Reich“ bewertet wurden. Darüber hinaus ist von Bedeutung, wie sich die wachsende öffentliche Sensibilität für Themen der NS-Vergangenheit auswirkte.

Das Projekt ist ein Teilprojekt des Projekts Das Kanzleramt. Bundesdeutsche Demokratie und NS-Vergangenheit
 

Christian Mentel

Zentrum für Zeithistorische Forschung
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