Popgeschichte

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde vieles, was später als „populäre Kultur“ oder „Massenkultur“ galt, noch als Devianz skandalisiert. Um 1956 wurden diese neuen Ausdrucksformen als Jugenddelinquenz skandalisiert und kriminalisiert.
Zehn Jahre später galt Pop als Inbegriff urbaner Kultur und wurde zur Chiffre für einen gesellschaftlichen Umbruch, der sich in Abgrenzung zur Hoch- und Elitenkultur vollzog. Begünstigt wurde dieser Wandel durch die Demografie, neue Medien, den wirtschaftlichen Aufschwung zuvor marginalisierter Gruppen und eine stärkere Globalisierung der Lebensstile. Der Arbeitsbereich spürt dem Pop in Form einer Zeitgeschichte des Populären nach. Wie beeinflussten politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen die Popkultur? Und wie brachte sie selbst Veränderungen hervor? Untersucht werden zum einen transnationale Effekte, die an der Entnationalisierung von Lebensstilen beteiligt waren. Zum anderen wird gefragt, mit welchen regulativen und sozialpräventiven Maßnahmen neuen Sub- und Massenkulturen begegnet wurde.

Forschung

Projekte

Heavy-Metal-Fans in typischer Montur auf Konzertreise in Erfurt (circa 1988)", Foto: BStU

Red Metal. Heavy Metal als DDR-Subkultur zwischen Konflikt und Integration

Nikolai Okunew

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Die globale Revitalisierung von Heavy Metal in den 80er Jahren machte nicht an der Elbe Halt. Von den DDR-Medien meist nur abschätzig betrachtet bildeten sich im gesamten Gebiet der Republik unterschiedlich straff organisierte Gruppen,...

Die Tödliche Doris, 1983. Foto: Wolfgang Müller, Kirlianfoto1, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Eiszeit. Der „Kälte-Einbruch“ in der deutschen (Pop-)Musik seit dem Ende der siebziger Jahre

Florian Völker

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Am Ende der 1970er Jahre befand sich die Bundesrepublik im Wandel: Ökonomische Einschnitte und gesellschaftliche Transformationsprozesse veränderten die deutsche Arbeits- wie Lebenswelt grundlegend. Die sichtbar werdenden...

Ostrock. Rollen- und Funktionswandel der ostdeutschen Rockmusik seit den 1980er Jahren

Tom Koltermann

Dissertationsprojekt

In diesem Projekt wird die Integration der ostdeutschen Rockmusik in den kapitalistischen bundesdeutschen Musikbetrieb untersucht. Mit dem Ende der DDR war auch ein Großteil der Infrastruktur der Musikszene, wie beispielsweise Vertriebswege,...

Popgeschichte

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde vieles, was später als „populäre Kultur“ oder „Massenkultur“ galt, noch als Devianz skandalisiert. Um 1956 wurden diese neuen Ausdrucksformen als Jugenddelinquenz skandalisiert und kriminalisiert.
Zehn Jahre später galt Pop als Inbegriff urbaner Kultur und wurde zur Chiffre für einen gesellschaftlichen Umbruch, der sich in Abgrenzung zur Hoch- und Elitenkultur vollzog. Begünstigt wurde dieser Wandel durch die Demografie, neue Medien, den wirtschaftlichen Aufschwung zuvor marginalisierter Gruppen und eine stärkere Globalisierung der Lebensstile. Der Arbeitsbereich spürt dem Pop in Form einer Zeitgeschichte des Populären nach. Wie beeinflussten politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen die Popkultur? Und wie brachte sie selbst Veränderungen hervor? Untersucht werden zum einen transnationale Effekte, die an der Entnationalisierung von Lebensstilen beteiligt waren. Zum anderen wird gefragt, mit welchen regulativen und sozialpräventiven Maßnahmen neuen Sub- und Massenkulturen begegnet wurde.

Forschung

Projekte

Heavy-Metal-Fans in typischer Montur auf Konzertreise in Erfurt (circa 1988)", Foto: BStU

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Assoziiertes Dissertationsprojekt

Die globale Revitalisierung von Heavy Metal in den 80er Jahren machte nicht an der Elbe Halt. Von den DDR-Medien meist nur abschätzig betrachtet bildeten sich im gesamten Gebiet der Republik unterschiedlich straff organisierte Gruppen,...

Die Tödliche Doris, 1983. Foto: Wolfgang Müller, Kirlianfoto1, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

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Tom Koltermann

Dissertationsprojekt

In diesem Projekt wird die Integration der ostdeutschen Rockmusik in den kapitalistischen bundesdeutschen Musikbetrieb untersucht. Mit dem Ende der DDR war auch ein Großteil der Infrastruktur der Musikszene, wie beispielsweise Vertriebswege,...