Late and Post-Communism in Eastern Europe

Hippies in the Soviet Union - Gewalt in der Sowjetarmee - Russland von Breznev zu Putin - KGB im letzten Jahrzehnt der Sowjetunion - Interdisziplinäres Forschungsnetzwerk „Legacies of Communism“ (Projekt-Website: https://legacies-of-communism.eu/)

Forschung

Projekte

Die letzten sowjetischen Truppen überqueren die Grenze zur Sowjetunion, nachdem sie Afghanistan verlassen haben, 1. Oktober 1989. Photo: A. Solomonov, RIA Novosti archive, image #58833, CC BY-SA 3.0

Gewalt und Zivilität
Russland von Brežnev zu Putin

Jan C. Behrends

Forschungsprojekt

Die Frage der Gewalt nach Stalin – im Spätsozialismus und dann in der Perestroika und der Transformation – steht im Mittelpunkt dieses Projekts. Erste eigene Studien beschäftigen sich mit Michail Gorbačevs Perestroika als „oktroyierter Zivilisierung“ der sowjetischen Gesellschaft, mit der Rolle der Armee in der UdSSR und mit Afghanistan als Gewaltraum, in dem die sowjetischen Soldaten den Partisanenkrieg erlebten.

Was hält die Dinge am Laufen?
Berufliche und persönliche Netzwerke im russischen Museumswesen seit der Perestroika

Corinna Kuhr-Korolev

Forschungsprojekt
im Rahmen des Interdisziplinäre Forschungsnetzwerk Legacies of Communism? Post‐Communist Europe from Stagnation to Reform, between Autocracy and Revolution

Die Analyse richtet sich zunächst auf den Umbau des Museumswesens während der Perestroika. Wie gelang es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Museen, den Fortbestand ihrer Häuser und damit den Erhalt des kulturellen Erbes zu sichern?

Ein aserbaidschanischer, mongolischer und russischer Soldat der sowjetischen Tamanskaya-Division. Foto: JO1(SW) Joe Bartlett, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Gewalt in der Sowjetarmee

Alena Maklak

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Das Promotionsprojekt hat das Ziel, den Kasernenalltag und die Erfahrungen der jungen Männer in der Sowjetischen Armee zu untersuchen. Da das „Gesetz über die allgemeine Wehrpflicht“ (verabschiedet 1939, ergänzt 1967 und rechtskräftig bis zur Auflösung der UdSSR) „wirkliche Allgemeingültigkeit des Wehrdienstes“ festsetzte und Ausnahmeregelung nur für „Untaugliche, Unwürdige und Zurückgebliebene“ vorsah, ist davon auszugehen, dass Rekrutenerfahrungen eine wichtige Sozialisierungsstation für sowjetische post-pubertäre junge Männer darstellte.

Ein liberales Projekt?
Die ungarischen ‚Fachkollegien‘ seit dem Spätsozialismus

Maren Francke

Dissertationsprojekt
im Rahmen des Interdisziplinäre Forschungsnetzwerk Legacies of Communism? Post‐Communist Europe from Stagnation to Reform, between Autocracy and Revolution

Nach Protesten gegen die Regierung gründete 1970 eine Handvoll Budapester Studierender das erste selbst verwaltete Studierendenwohnheim im kommunistischen Ungarn. Mit den Fachkollegien ist im Spätsozialismus aus einer studentischen Initiative ein explizit liberales Projekt entstanden, in dessen Rahmen Studierende demokratische Kultur praktizierten und die Möglichkeit dazu an nachfolgende Studierendengenerationen weitergeben wollte. Das Forschungsprojekt soll untersuchen, welche historischen Erbschaften sich in der Institution des Fachkollegs sowie in den Diskursen der Bewohner widerspiegeln und wie diese sich in den Übergang vom Spätsozialismus zum Postkommunismus einordnen...

Foto: Elena Toporova

Hippies in the Soviet Union

Juliane Fürst

Forschungsprojekt

Das Projekt beschäftigt sich mit der Geschichte der Hippiebewegung in der Sowjetunion seit den späten 1960er-Jahren. Es konzentriert sich vor allem auf die Frage, welche Rolle Hippies als gesellschaftliche Außenseiter im Spätsozialismus gespielt haben und argumentiert, dass die Beziehung zwischen der non-konformen Jugend und dem sowjetischen Regime zwar von gegenseitiger Abneigung charakterisiert war, aber durchaus starke symbiotische Züge aufweist.

Auf zu neuen Siegen?
Die Transformationsprozesse des ukrainischen Fußballs nach dem Ende der Sowjetunion

Kateryna Chernii

Dissertationsprojekt
im Rahmen des Interdisziplinäre Forschungsnetzwerk Legacies of Communism? Post‐Communist Europe from Stagnation to Reform, between Autocracy and Revolution

„Dynamo“ Kiew gilt in der Geschichte des sowjetischen Fußballs als die erfolgreichste sowjetische Mannschaft, deren langjähriger Manager Valerij Lobanovskij zu den besten Trainern der Fußballgeschichte gehört. Mit dem Zerfall der Sowjetunion erbte der ukrainische Fußball jedoch nicht nur den Ruhm glorreicher sportlicher Leistungen, sondern ebenso die Strukturen und Probleme der sowjetischen Fußballorganisation. Diese spiegeln im Kleinen das gesamte Bild der post-kommunistischen Ukraine wieder. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel des Forschungsprojektes, die Transformationsprozesse in der Ukraine beispielhaft anhand des ukrainischen Fußballs zu untersuchen.

Die politischen und Machtressourcen der sowjetischen Staatssicherheit. Strukturen, Praktiken und Methoden des KGB im letzten Jahrzehnt der Sowjetunion

Evgenia Lezina

Forschungsprojekt

Das Forschungsprojekt wird die durch den KGB während des letzten Jahrzehnts seiner Existenz ausgeübten Funktionen, Methoden und Praktiken der inneren Sicherheit untersuchen und sich dabei vor allem auf zwei Quellengattungen stützen: die erst kürzlich geöffneten Archive der Staatssicherheit in den ehemaligen Sowjetrepubliken sowie Interviews mit früheren Mitarbeitern sowjetischer Institutionen, die aufgrund ihrer Positionen mit den Besonderheiten der KGB-Aktivitäten in diesen Institutionen während der 1980er Jahre vertraut waren.

Peace on Earth: Exploring the Soviet Independent Peace Movement and World of Transnational Solidarity of the late 1970s – 1980s

Irina Gordeeva

The project will analyze and make known the hitherto unexplored history, nature and ideology of various independent and grassroots peace initiatives in the Soviet Union and their transnational contacts.

Ausschnitt von der Startseite der Website Legacies of Communism (vom 26.08.2019)

Legacies of Communism?
Post‐Communist Europe from Stagnation to Reform, between Autocracy and Revolution

Jan C. Behrends, Juliane Fürst

Interdisziplinäre Forschungsnetzwerk
gefördert aus SAW-Mitteln der Leibniz-Gemeinschaft
Projektleitung: Jan Claas Behrends und Juliane Fürst
Das interdisziplinäre Forschungsnetzwerk „Legacies of Communism“ mit Partnern in sechs Staaten wird sich in den kommenden drei Jahren unter Federführung des ZZF mit der Entwicklung osteuropäischer und post-sowjetischer Gesellschaften vom Spätsozialismus bis zur Gegenwart beschäftigen.
Zur Website des Interdisziplinäre Forschungsnetzwerks "Legacies of Communism?" gelangen Sie hier.

Late and Post-Communism in Eastern Europe

Hippies in the Soviet Union - Gewalt in der Sowjetarmee - Russland von Breznev zu Putin - KGB im letzten Jahrzehnt der Sowjetunion - Interdisziplinäres Forschungsnetzwerk „Legacies of Communism“ (Projekt-Website: https://legacies-of-communism.eu/)

Forschung

Projekte

Die letzten sowjetischen Truppen überqueren die Grenze zur Sowjetunion, nachdem sie Afghanistan verlassen haben, 1. Oktober 1989. Photo: A. Solomonov, RIA Novosti archive, image #58833, CC BY-SA 3.0

Gewalt und Zivilität
Russland von Brežnev zu Putin

Jan C. Behrends

Forschungsprojekt

Die Frage der Gewalt nach Stalin – im Spätsozialismus und dann in der Perestroika und der Transformation – steht im Mittelpunkt dieses Projekts. Erste eigene Studien beschäftigen sich mit Michail Gorbačevs Perestroika als „oktroyierter Zivilisierung“ der sowjetischen Gesellschaft, mit der Rolle der Armee in der UdSSR und mit Afghanistan als Gewaltraum, in dem die sowjetischen Soldaten den Partisanenkrieg erlebten.

Was hält die Dinge am Laufen?
Berufliche und persönliche Netzwerke im russischen Museumswesen seit der Perestroika

Corinna Kuhr-Korolev

Forschungsprojekt
im Rahmen des Interdisziplinäre Forschungsnetzwerk Legacies of Communism? Post‐Communist Europe from Stagnation to Reform, between Autocracy and Revolution

Die Analyse richtet sich zunächst auf den Umbau des Museumswesens während der Perestroika. Wie gelang es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Museen, den Fortbestand ihrer Häuser und damit den Erhalt des kulturellen Erbes zu sichern?

Ein aserbaidschanischer, mongolischer und russischer Soldat der sowjetischen Tamanskaya-Division. Foto: JO1(SW) Joe Bartlett, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Gewalt in der Sowjetarmee

Alena Maklak

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Das Promotionsprojekt hat das Ziel, den Kasernenalltag und die Erfahrungen der jungen Männer in der Sowjetischen Armee zu untersuchen. Da das „Gesetz über die allgemeine Wehrpflicht“ (verabschiedet 1939, ergänzt 1967 und rechtskräftig bis zur Auflösung der UdSSR) „wirkliche Allgemeingültigkeit des Wehrdienstes“ festsetzte und Ausnahmeregelung nur für „Untaugliche, Unwürdige und Zurückgebliebene“ vorsah, ist davon auszugehen, dass Rekrutenerfahrungen eine wichtige Sozialisierungsstation für sowjetische post-pubertäre junge Männer darstellte.

Ein liberales Projekt?
Die ungarischen ‚Fachkollegien‘ seit dem Spätsozialismus

Maren Francke

Dissertationsprojekt
im Rahmen des Interdisziplinäre Forschungsnetzwerk Legacies of Communism? Post‐Communist Europe from Stagnation to Reform, between Autocracy and Revolution

Nach Protesten gegen die Regierung gründete 1970 eine Handvoll Budapester Studierender das erste selbst verwaltete Studierendenwohnheim im kommunistischen Ungarn. Mit den Fachkollegien ist im Spätsozialismus aus einer studentischen Initiative ein explizit liberales Projekt entstanden, in dessen Rahmen Studierende demokratische Kultur praktizierten und die Möglichkeit dazu an nachfolgende Studierendengenerationen weitergeben wollte. Das Forschungsprojekt soll untersuchen, welche historischen Erbschaften sich in der Institution des Fachkollegs sowie in den Diskursen der Bewohner widerspiegeln und wie diese sich in den Übergang vom Spätsozialismus zum Postkommunismus einordnen...

Foto: Elena Toporova

Hippies in the Soviet Union

Juliane Fürst

Forschungsprojekt

Das Projekt beschäftigt sich mit der Geschichte der Hippiebewegung in der Sowjetunion seit den späten 1960er-Jahren. Es konzentriert sich vor allem auf die Frage, welche Rolle Hippies als gesellschaftliche Außenseiter im Spätsozialismus gespielt haben und argumentiert, dass die Beziehung zwischen der non-konformen Jugend und dem sowjetischen Regime zwar von gegenseitiger Abneigung charakterisiert war, aber durchaus starke symbiotische Züge aufweist.

Auf zu neuen Siegen?
Die Transformationsprozesse des ukrainischen Fußballs nach dem Ende der Sowjetunion

Kateryna Chernii

Dissertationsprojekt
im Rahmen des Interdisziplinäre Forschungsnetzwerk Legacies of Communism? Post‐Communist Europe from Stagnation to Reform, between Autocracy and Revolution

„Dynamo“ Kiew gilt in der Geschichte des sowjetischen Fußballs als die erfolgreichste sowjetische Mannschaft, deren langjähriger Manager Valerij Lobanovskij zu den besten Trainern der Fußballgeschichte gehört. Mit dem Zerfall der Sowjetunion erbte der ukrainische Fußball jedoch nicht nur den Ruhm glorreicher sportlicher Leistungen, sondern ebenso die Strukturen und Probleme der sowjetischen Fußballorganisation. Diese spiegeln im Kleinen das gesamte Bild der post-kommunistischen Ukraine wieder. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel des Forschungsprojektes, die Transformationsprozesse in der Ukraine beispielhaft anhand des ukrainischen Fußballs zu untersuchen.

Die politischen und Machtressourcen der sowjetischen Staatssicherheit. Strukturen, Praktiken und Methoden des KGB im letzten Jahrzehnt der Sowjetunion

Evgenia Lezina

Forschungsprojekt

Das Forschungsprojekt wird die durch den KGB während des letzten Jahrzehnts seiner Existenz ausgeübten Funktionen, Methoden und Praktiken der inneren Sicherheit untersuchen und sich dabei vor allem auf zwei Quellengattungen stützen: die erst kürzlich geöffneten Archive der Staatssicherheit in den ehemaligen Sowjetrepubliken sowie Interviews mit früheren Mitarbeitern sowjetischer Institutionen, die aufgrund ihrer Positionen mit den Besonderheiten der KGB-Aktivitäten in diesen Institutionen während der 1980er Jahre vertraut waren.

Peace on Earth: Exploring the Soviet Independent Peace Movement and World of Transnational Solidarity of the late 1970s – 1980s

Irina Gordeeva

The project will analyze and make known the hitherto unexplored history, nature and ideology of various independent and grassroots peace initiatives in the Soviet Union and their transnational contacts.

Ausschnitt von der Startseite der Website Legacies of Communism (vom 26.08.2019)

Legacies of Communism?
Post‐Communist Europe from Stagnation to Reform, between Autocracy and Revolution

Jan C. Behrends, Juliane Fürst

Interdisziplinäre Forschungsnetzwerk
gefördert aus SAW-Mitteln der Leibniz-Gemeinschaft
Projektleitung: Jan Claas Behrends und Juliane Fürst
Das interdisziplinäre Forschungsnetzwerk „Legacies of Communism“ mit Partnern in sechs Staaten wird sich in den kommenden drei Jahren unter Federführung des ZZF mit der Entwicklung osteuropäischer und post-sowjetischer Gesellschaften vom Spätsozialismus bis zur Gegenwart beschäftigen.
Zur Website des Interdisziplinäre Forschungsnetzwerks "Legacies of Communism?" gelangen Sie hier.