Die radikale Rechte in Deutschland, 1945–2000

Projektleitung: Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam), Prof. Dr. Gideon Botsch (MMZ Potsdam)

Gefördert von der Volkswagenstiftung

Das Forschungsprojekt „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“ untersucht die Zeitgeschichte der radikalen Rechten mit bisher nicht erschlossenen Quellen und gesellschaftsgeschichtlichen Zugängen. Mit dem Begriff „radikale Rechte“ fokussiert das Projekt Akteur*innen, die aus einer nationalistischen, autoritär orientierten und rassistischen Weltanschauung die bestehende demokratische Verfassungsordnung in ihren Kernelementen als repräsentative parlamentarische Demokratie ablehnen. Dies schließt die kleinere Gruppe der gewaltbereiten extremistischen Rechten ein, ist aber nicht mit ihr identisch. Im Mittelpunkt des Projekts steht die übergeordnete Leitfrage, durch welche sozialen Praktiken sich der generationelle Wandel der radikalen Rechten in Deutschland vollzog – von den im Nationalsozialismus sozialisierten Akteur*innen hin zur in der Demokratie und SED-Diktatur aufgewachsenen Kohorte, die seit den 1970er-Jahren tonangebend wurde. 

Lesen Sie hier eine Projektskizze.

Forschung

Projekte

Rechte Kaderschmieden. Die „Jungen Nationaldemokraten“, ca. 1967–1994

Laura Haßler

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Wie die „Jungen Nationaldemokraten“ eine Schlüsselstellung im rechten Milieu erlangten und ausübten, ist bisher zeithistorisch nicht erforscht. Das Projekt geht dieser Frage durch eine Analyse ihrer Strukturen, Bündnisse und Aktivitäten gesellschaftsgeschichtlich nach. Neben der formalen Organisation erfasst es dazu auch das „soziale Gebilde“ der „Jungen Nationaldemokraten“ praxeologisch.

Andernach, Adenauer besuch Bundeswehr, Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1998-006-34 / Wolf, Helmut J. / CC-BY-SA 3.0.

Radikale Rechte in der Bundeswehr und NVA (1955/56-1995)

Jakob Saß

Dissertationsprojekt
Teilprojekt des von der VW-Stiftung finanzierten Projekts „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“

Das Projekt untersucht erstmalig auf Basis von internen Akten zäsurübergreifend und akteursorientiert auch bislang unbekannte Praktiken der radikalen Rechte sowohl in der Bundeswehr als auch vergleichend in der NVA.

Gedenkstätte in München für die getöteten Opfer des Oktoberfestattentats vom 26. September 1980, Foto: Darius Muschiol

Einzeltäter? Rechtsterroristische Akteure in der alten Bundesrepublik

Darius Muschiol

Assoziiertes Dissertationsprojekt
Teilprojekt des von der VW-Stiftung finanzierten Projekts „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“

Zentraler Ausgangspunkt des Projekts ist die Frage, inwiefern es sich bei den Akteuren um „Einzeltäter“ und/oder Gruppierungen von „halbverrückten Spinnern“ handelte, als welche sie in Politik, Behörden und Öffentlichkeit häufig bezeichnet wurden.

Leipzig, Demonstration von "Republikanern", Neonazis, Januar 1990, Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0115-032 / Kluge, Wolfgang / CC BY-SA 3.0 DE

Alltags- und Lebenswelten der radikalen Rechten von 1945 bis 2000

Luisa Seydel

Dissertationsprojekt
Teilprojekt des von der VW-Stiftung finanzierten Projekts „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“

 

Die radikale Rechte in Deutschland, 1945–2000

Projektleitung: Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam), Prof. Dr. Gideon Botsch (MMZ Potsdam)

Gefördert von der Volkswagenstiftung

Das Forschungsprojekt „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“ untersucht die Zeitgeschichte der radikalen Rechten mit bisher nicht erschlossenen Quellen und gesellschaftsgeschichtlichen Zugängen. Mit dem Begriff „radikale Rechte“ fokussiert das Projekt Akteur*innen, die aus einer nationalistischen, autoritär orientierten und rassistischen Weltanschauung die bestehende demokratische Verfassungsordnung in ihren Kernelementen als repräsentative parlamentarische Demokratie ablehnen. Dies schließt die kleinere Gruppe der gewaltbereiten extremistischen Rechten ein, ist aber nicht mit ihr identisch. Im Mittelpunkt des Projekts steht die übergeordnete Leitfrage, durch welche sozialen Praktiken sich der generationelle Wandel der radikalen Rechten in Deutschland vollzog – von den im Nationalsozialismus sozialisierten Akteur*innen hin zur in der Demokratie und SED-Diktatur aufgewachsenen Kohorte, die seit den 1970er-Jahren tonangebend wurde. 

Lesen Sie hier eine Projektskizze.

Forschung

Projekte

Rechte Kaderschmieden. Die „Jungen Nationaldemokraten“, ca. 1967–1994

Laura Haßler

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Wie die „Jungen Nationaldemokraten“ eine Schlüsselstellung im rechten Milieu erlangten und ausübten, ist bisher zeithistorisch nicht erforscht. Das Projekt geht dieser Frage durch eine Analyse ihrer Strukturen, Bündnisse und Aktivitäten gesellschaftsgeschichtlich nach. Neben der formalen Organisation erfasst es dazu auch das „soziale Gebilde“ der „Jungen Nationaldemokraten“ praxeologisch.

Andernach, Adenauer besuch Bundeswehr, Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1998-006-34 / Wolf, Helmut J. / CC-BY-SA 3.0.

Radikale Rechte in der Bundeswehr und NVA (1955/56-1995)

Jakob Saß

Dissertationsprojekt
Teilprojekt des von der VW-Stiftung finanzierten Projekts „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“

Das Projekt untersucht erstmalig auf Basis von internen Akten zäsurübergreifend und akteursorientiert auch bislang unbekannte Praktiken der radikalen Rechte sowohl in der Bundeswehr als auch vergleichend in der NVA.

Gedenkstätte in München für die getöteten Opfer des Oktoberfestattentats vom 26. September 1980, Foto: Darius Muschiol

Einzeltäter? Rechtsterroristische Akteure in der alten Bundesrepublik

Darius Muschiol

Assoziiertes Dissertationsprojekt
Teilprojekt des von der VW-Stiftung finanzierten Projekts „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“

Zentraler Ausgangspunkt des Projekts ist die Frage, inwiefern es sich bei den Akteuren um „Einzeltäter“ und/oder Gruppierungen von „halbverrückten Spinnern“ handelte, als welche sie in Politik, Behörden und Öffentlichkeit häufig bezeichnet wurden.

Leipzig, Demonstration von "Republikanern", Neonazis, Januar 1990, Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0115-032 / Kluge, Wolfgang / CC BY-SA 3.0 DE

Alltags- und Lebenswelten der radikalen Rechten von 1945 bis 2000

Luisa Seydel

Dissertationsprojekt
Teilprojekt des von der VW-Stiftung finanzierten Projekts „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“