Abgeschlossene Projekte

Ausstellungsprojekt zum DDR-Grenzregime in Potsdam - Armutspolitik - Konsumverhalten - Menschenrechte - Die Deutsche Arbeitsfront - lokale NS-Funktionäre - Fußball in Ost-Ostdeutschland - Potsdam nach dem Umbruch 1989/90 - Tuberkulose-Patienten im Nationalsozialismus - Sowjetischen Militärtribunale 1945-47 - Künstliche Schönheit - Der westdeutsche Wohlfahrtsstaat - Computerisierung in der Rentenversicherung - Schiffsbauindustrie in den 1970er Jahren

Forschung

Projekte

Die berlin-brandenburgische Mauer nördlich der Glienicker Brücke: Blick auf die Meierei / Quelle: Potsdam Museum.

Achtung Grenze. Das Sperrgebiet der DDR in Potsdam 1961-89

Frank Bösch, Florentine Schmidtmann

Abgeschlossenes Dokumentationsprojekt des ZZF und des Vereins Erinnerungsorte Potsdamer Grenze

Projektseite: grenze-potsdam.de

Buchcover: Soziale Ungleichheit im Sozialstaat. Großbritannien und die Bundesrepublik im Vergleich, München 2010 (hg. zus. mit Hans Günter Hockerts).

Zerklüfteter Wohlstand. Armut, Wirtschaftskrise und Sozialstaat in der Bundesrepublik Deutschland und in Großbritannien

Winfried Süß

Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Mit der Armutspolitik hat das Projekt eine wohlfahrtsstaatliche Grundfunktion in den Blick genommen, die seit der Krise des keynesianischen Vollbeschäftigungs-Sozialstaats in den 1970er Jahren zunehmend an Bedeutung gewann. Diese Herausforderung betraf alle europäischen Sozialstaaten in ähnlicher Weise. Ihre Antworten waren geprägt durch den unterschiedlichen Stellenwert sozialer Ungleichheit in der politischen Kultur, die Armutsresilienz der sozialen Sicherungssysteme und differierende ökonomische Kontexte.

Im Rückspiel des Halbfinales um den FDGB-Pokal bezwang der 1. FC Lok Leipzig den BFC Dynamo mit 3:1 und zog aufgrund der Auswärtstorregel ins Finale ein, 6. Mai 1986. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1986-0506-047 / Kluge, Wolfgang / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 183-1986-0506-047, FDGB-Pokal, 1. FC Lok Leipzig - BFC Dynamo, CC BY-SA 3.0 DE

Die Organisations- und Clubgeschichte des Fußballs in Ost-Deutschland

Jutta Braun

Michael Barsuhn
Abgeschlossenes Kooperationsprojekt des Zentrums deutsche Sportgeschichte (ZdS) und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, gefördert vom Deutschen-Fußball-Bund (DFB)

Der Deutsche-Fußball-Bund ließ erstmals die Geschichte des DDR-Fußballs systematisch in zwei Teilprojekten erforschen. Dr. Jutta Braun und Michael Barsuhn vom Zentrum deutsche Sportgeschichte (ZdS) in Berlin untersuchten - in Kooperation mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - in einem der beiden Teilprojekte die Organisations- und Klub-Geschichte des Fußballs im Staatssozialismus.

Von der Reform in die Krise. Der westdeutsche Wohlfahrtsstaat in der Großen Koalition und der sozialliberalen Ära

Winfried Süß

Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Sozialpolitik interveniert längst nicht mehr nur in Notsituationen und prekäre Randlagen der Gesellschaft, sondern beeinflusst auf vielfältige Weise die Lebensverhältnisse der gesamten Bevölkerung. Das abgeschlossene Habilitationsprojekt richtete den Blick auf zwei markante Phasen der bundesdeutschen Sozialstaatsentwicklung: die Expansionsphase der 1960er und frühen 1970er Jahre, in der die Sozialpolitik sich im Zeichen zukunftsoptimistischen Machbarkeitsdenkens zu einer aktiven „Gesellschaftspolitik“ wandelte, und die Jahre „nach dem Boom“ seit der zweiten Hälfte der 1970er Jahre – eine Phase, in der steigende Arbeitslosigkeit, die Alterung der Gesellschaft und veränderte Geschlechterrollen die Spielräume und Prioritäten sozialpolitischen Handelns tiefgreifend veränderten und den Übergang zu einer Politik der Kostendämpfung und Konsolidierung bewirkten, die bis heute anhält.

Ermordung und pflegerische Vernachlässigung von Tuberkulose-Patienten in den Kliniken der gesetzlichen Rentenversicherung im Nationalsozialismus

Patrick Bernhard
Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Das Projekt untersuchte die Behandlung von Tuberkulose-Patienten in Einrichtungen der gesetzlichen Rentenversicherung, die strukturell in erheblichem Maß in die Gesundheitspolitik des „Dritten Reichs“ eingebunden war. Die Bekämpfung der Volkskrankheit Tuberkulose zählte zu den Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung.

Buchcover.

'Alte Kämpfer' in Berlin. Sozialprofil, Karriereverläufe und Netzwerke lokaler NS-Funktionäre in Berlin 1926-1949

Anja Stanciu
Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

Das Projekt analysierte am Beispiel der nationalsozialistischen Stadtverordneten und Kreisleiter die Sozialstruktur des lokalen Führungskorps der Berliner NSDAP. Davon ausgehend fragte die Studie nach der Bedeutung von politischer Sozialisation, beruflicher Qualifikation und sozialer Vernetzung für die Karriereverläufe der NS-Funktionäre.

Buchcover.

Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront 1933-1945

Rüdiger Hachtmann
Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Die Deutsche Arbeitsfront, mitgliederstärkste Organisation des Dritten Reiches, besaß einen riesigen Unternehmenskom­plex, der mit schließlich ungefähr zweihunderttausend Arbeitnehmern und einem Umsatz von grob zwei Mrd. RM im Jahr zu den größten deutschen Konzernen gehörte. Das Buch stellt erstmals ausführlich die rasante Entwicklung der einzelnen Konzernteile zwischen 1933 und 1945 dar und skizziert außerdem deren jeweilige Vorgeschichte sowie „Spuren“ nach dem Krieg. Diese Monographie ist gleichzeitig eine Vorarbeit zu der im Entstehen begriffenen Gesamtdarstellung der Deutschen Arbeitsfront.

Die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Foto: Siemens-Archiv

'Licht im Rentendunkel'. Die Computerisierung der gesetzlichen Rentenversicherung in Bundesrepublik und DDR

Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

Das Projekt untersuchte, wie das Wechselspiel zwischen zunehmendem Computereinsatz und einem immer ausdifferenzierter werdenden Sozialrecht in beiden deutschen Staaten funktionierte, ob die elektronische Datenverarbeitung gar als „Schrittmacher" sozialpolitischer Entscheidungen fungierte und welchen Einfluss der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien auf Dienstleistungen, Arbeitsverhältnisse und Datenschutzüberlegungen innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung hatte.

Buchcover. Boom in der Krise

Boom in der Krise. Konsum, Tourismus, Autofahren in Westdeutschland und Großbritannien (1970-1990)

Sina Fabian
Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Die 1970er Jahre gelten als ein Krisenjahrzent. In dieser Zeit nahmen jedoch auch die Konsummöglichkeiten für die Bevölkerung stark zu. Das Projekt hat anhand des Konsumverhaltens der westdeutschen und britischen Bevölkerung die zentralen Zuschreibungen der 1970er Jahre als Krisenjahrzehnt und 1980er Jahre als Jahrzehnt der Individualisierung hinterfragt.

Buchcover.

Korrigierte Körper
Eine Geschichte künstlicher Schönheit in der Moderne

Annelie Ramsbrock

Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

In dem Projekt „Korrigierte Körper“ wurde die Geschichte kosmetische korrigierter Körper als Geschichte ihrer technischen Erzeugung und sozialen Bewertung gedacht. Dabei konnte gezeigt werden, dass und inwiefern Schönheitsvorstellungen immer auch eine besondere Spielart gesellschaftlicher Selbstbeschreibung waren.

Streik in der Danziger Lenin-Werft, 1980. Foto: Zenon Mirota, Strajk sierpniowy w Stoczni Gdańskiej im. Lenina 34, CC BY-SA 3.0 PL

„Im gleichen Boot“? Produktionsregime und Arbeitsproteste in der bundesdeutschen und polnischen Schiffbauindustrie in den 1970er Jahren

Sarah Graber Majchrzak Graber Majchrzak
Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Am Beispiel der AG „Weser“ Werft in Bremen und der Leninwerft in Gdańsk zeigt das Promotionsprojekt, wie in zwei unterschiedliche politisch-ökonomische Systeme, Betriebe auf technische Veränderungen und die verschärften Konkurrenz auf dem Weltmarkt reagierten und was dies für die Arbeiterschaft bedeutete.

Buchcover.

Todesurteile der Sowjetischen Militärtribunale 1945-47

Andreas Weigelt

Abgeschlossenes Kooperationsprojekt der Dokumentationsstelle Widerstands- und Repressionsgeschichte in der NS-Zeit und der SBZ/DDR der Stiftung Sächsische Gedenkstätten (Dr. Klaus-Dieter Müller), des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung Dresden (Dr. Mike Schmeitzner) und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung (Prof. Dr. Thomas Schaarschmidt).

Buchcover.

Menschenrechte als politisches und ideologisches Argument im Kalten Krieg, 1961-1975

Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Die These der Dissertation lautete, dass der Erfolg der Menschenrechtssemantik in den 1970er Jahren nicht erklärt werden kann, ohne die politischen und ideologischen Auseinandersetzungen des Kalten Krieges in den 1960er Jahren zu betrachten. Die konflikthaften Diskurse im Kalten Krieg können als ein Katalysator für die Verbreitung von Menschenrechtssemantik in den 1960er Jahren verstanden werden.

Buchcover.

Im Riss zweier Epochen. Politik und Gesellschaft in Potsdam in den 1980er und frühen 1990er Jahren

Jutta Braun, Peter Ulrich Weiß

Abgeschlossenes assoziiertes Forschungsprojekt

Aufgabe des Projektes war die Analyse der konfliktvollen Beziehungsgeschichte zwischen lokalen Herrschaftseliten und oppositionellen Gegeneliten bis in die Phase der Transformation Potsdams zur Landeshauptstadt hinein. Dabei ging es gleichermaßen um politische Interaktions- und Mobilisierungsprozesse im Umbruch 1989/90 wie um Fragen nach Milieustabilität und nach Austausch und Überleben von politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Eliten.

Abgeschlossene Projekte

Ausstellungsprojekt zum DDR-Grenzregime in Potsdam - Armutspolitik - Konsumverhalten - Menschenrechte - Die Deutsche Arbeitsfront - lokale NS-Funktionäre - Fußball in Ost-Ostdeutschland - Potsdam nach dem Umbruch 1989/90 - Tuberkulose-Patienten im Nationalsozialismus - Sowjetischen Militärtribunale 1945-47 - Künstliche Schönheit - Der westdeutsche Wohlfahrtsstaat - Computerisierung in der Rentenversicherung - Schiffsbauindustrie in den 1970er Jahren

Forschung

Projekte

Die berlin-brandenburgische Mauer nördlich der Glienicker Brücke: Blick auf die Meierei / Quelle: Potsdam Museum.

Achtung Grenze. Das Sperrgebiet der DDR in Potsdam 1961-89

Frank Bösch, Florentine Schmidtmann

Abgeschlossenes Dokumentationsprojekt des ZZF und des Vereins Erinnerungsorte Potsdamer Grenze

Projektseite: grenze-potsdam.de

Buchcover: Soziale Ungleichheit im Sozialstaat. Großbritannien und die Bundesrepublik im Vergleich, München 2010 (hg. zus. mit Hans Günter Hockerts).

Zerklüfteter Wohlstand. Armut, Wirtschaftskrise und Sozialstaat in der Bundesrepublik Deutschland und in Großbritannien

Winfried Süß

Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Mit der Armutspolitik hat das Projekt eine wohlfahrtsstaatliche Grundfunktion in den Blick genommen, die seit der Krise des keynesianischen Vollbeschäftigungs-Sozialstaats in den 1970er Jahren zunehmend an Bedeutung gewann. Diese Herausforderung betraf alle europäischen Sozialstaaten in ähnlicher Weise. Ihre Antworten waren geprägt durch den unterschiedlichen Stellenwert sozialer Ungleichheit in der politischen Kultur, die Armutsresilienz der sozialen Sicherungssysteme und differierende ökonomische Kontexte.

Im Rückspiel des Halbfinales um den FDGB-Pokal bezwang der 1. FC Lok Leipzig den BFC Dynamo mit 3:1 und zog aufgrund der Auswärtstorregel ins Finale ein, 6. Mai 1986. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1986-0506-047 / Kluge, Wolfgang / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 183-1986-0506-047, FDGB-Pokal, 1. FC Lok Leipzig - BFC Dynamo, CC BY-SA 3.0 DE

Die Organisations- und Clubgeschichte des Fußballs in Ost-Deutschland

Jutta Braun

Michael Barsuhn
Abgeschlossenes Kooperationsprojekt des Zentrums deutsche Sportgeschichte (ZdS) und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, gefördert vom Deutschen-Fußball-Bund (DFB)

Der Deutsche-Fußball-Bund ließ erstmals die Geschichte des DDR-Fußballs systematisch in zwei Teilprojekten erforschen. Dr. Jutta Braun und Michael Barsuhn vom Zentrum deutsche Sportgeschichte (ZdS) in Berlin untersuchten - in Kooperation mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - in einem der beiden Teilprojekte die Organisations- und Klub-Geschichte des Fußballs im Staatssozialismus.

Von der Reform in die Krise. Der westdeutsche Wohlfahrtsstaat in der Großen Koalition und der sozialliberalen Ära

Winfried Süß

Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Sozialpolitik interveniert längst nicht mehr nur in Notsituationen und prekäre Randlagen der Gesellschaft, sondern beeinflusst auf vielfältige Weise die Lebensverhältnisse der gesamten Bevölkerung. Das abgeschlossene Habilitationsprojekt richtete den Blick auf zwei markante Phasen der bundesdeutschen Sozialstaatsentwicklung: die Expansionsphase der 1960er und frühen 1970er Jahre, in der die Sozialpolitik sich im Zeichen zukunftsoptimistischen Machbarkeitsdenkens zu einer aktiven „Gesellschaftspolitik“ wandelte, und die Jahre „nach dem Boom“ seit der zweiten Hälfte der 1970er Jahre – eine Phase, in der steigende Arbeitslosigkeit, die Alterung der Gesellschaft und veränderte Geschlechterrollen die Spielräume und Prioritäten sozialpolitischen Handelns tiefgreifend veränderten und den Übergang zu einer Politik der Kostendämpfung und Konsolidierung bewirkten, die bis heute anhält.

Ermordung und pflegerische Vernachlässigung von Tuberkulose-Patienten in den Kliniken der gesetzlichen Rentenversicherung im Nationalsozialismus

Patrick Bernhard
Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Das Projekt untersuchte die Behandlung von Tuberkulose-Patienten in Einrichtungen der gesetzlichen Rentenversicherung, die strukturell in erheblichem Maß in die Gesundheitspolitik des „Dritten Reichs“ eingebunden war. Die Bekämpfung der Volkskrankheit Tuberkulose zählte zu den Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung.

Buchcover.

'Alte Kämpfer' in Berlin. Sozialprofil, Karriereverläufe und Netzwerke lokaler NS-Funktionäre in Berlin 1926-1949

Anja Stanciu
Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

Das Projekt analysierte am Beispiel der nationalsozialistischen Stadtverordneten und Kreisleiter die Sozialstruktur des lokalen Führungskorps der Berliner NSDAP. Davon ausgehend fragte die Studie nach der Bedeutung von politischer Sozialisation, beruflicher Qualifikation und sozialer Vernetzung für die Karriereverläufe der NS-Funktionäre.

Buchcover.

Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront 1933-1945

Rüdiger Hachtmann
Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Die Deutsche Arbeitsfront, mitgliederstärkste Organisation des Dritten Reiches, besaß einen riesigen Unternehmenskom­plex, der mit schließlich ungefähr zweihunderttausend Arbeitnehmern und einem Umsatz von grob zwei Mrd. RM im Jahr zu den größten deutschen Konzernen gehörte. Das Buch stellt erstmals ausführlich die rasante Entwicklung der einzelnen Konzernteile zwischen 1933 und 1945 dar und skizziert außerdem deren jeweilige Vorgeschichte sowie „Spuren“ nach dem Krieg. Diese Monographie ist gleichzeitig eine Vorarbeit zu der im Entstehen begriffenen Gesamtdarstellung der Deutschen Arbeitsfront.

Die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Foto: Siemens-Archiv

'Licht im Rentendunkel'. Die Computerisierung der gesetzlichen Rentenversicherung in Bundesrepublik und DDR

Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

Das Projekt untersuchte, wie das Wechselspiel zwischen zunehmendem Computereinsatz und einem immer ausdifferenzierter werdenden Sozialrecht in beiden deutschen Staaten funktionierte, ob die elektronische Datenverarbeitung gar als „Schrittmacher" sozialpolitischer Entscheidungen fungierte und welchen Einfluss der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien auf Dienstleistungen, Arbeitsverhältnisse und Datenschutzüberlegungen innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung hatte.

Buchcover. Boom in der Krise

Boom in der Krise. Konsum, Tourismus, Autofahren in Westdeutschland und Großbritannien (1970-1990)

Sina Fabian
Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Die 1970er Jahre gelten als ein Krisenjahrzent. In dieser Zeit nahmen jedoch auch die Konsummöglichkeiten für die Bevölkerung stark zu. Das Projekt hat anhand des Konsumverhaltens der westdeutschen und britischen Bevölkerung die zentralen Zuschreibungen der 1970er Jahre als Krisenjahrzehnt und 1980er Jahre als Jahrzehnt der Individualisierung hinterfragt.

Buchcover.

Korrigierte Körper
Eine Geschichte künstlicher Schönheit in der Moderne

Annelie Ramsbrock

Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

In dem Projekt „Korrigierte Körper“ wurde die Geschichte kosmetische korrigierter Körper als Geschichte ihrer technischen Erzeugung und sozialen Bewertung gedacht. Dabei konnte gezeigt werden, dass und inwiefern Schönheitsvorstellungen immer auch eine besondere Spielart gesellschaftlicher Selbstbeschreibung waren.

Streik in der Danziger Lenin-Werft, 1980. Foto: Zenon Mirota, Strajk sierpniowy w Stoczni Gdańskiej im. Lenina 34, CC BY-SA 3.0 PL

„Im gleichen Boot“? Produktionsregime und Arbeitsproteste in der bundesdeutschen und polnischen Schiffbauindustrie in den 1970er Jahren

Sarah Graber Majchrzak Graber Majchrzak
Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Am Beispiel der AG „Weser“ Werft in Bremen und der Leninwerft in Gdańsk zeigt das Promotionsprojekt, wie in zwei unterschiedliche politisch-ökonomische Systeme, Betriebe auf technische Veränderungen und die verschärften Konkurrenz auf dem Weltmarkt reagierten und was dies für die Arbeiterschaft bedeutete.

Buchcover.

Todesurteile der Sowjetischen Militärtribunale 1945-47

Andreas Weigelt

Abgeschlossenes Kooperationsprojekt der Dokumentationsstelle Widerstands- und Repressionsgeschichte in der NS-Zeit und der SBZ/DDR der Stiftung Sächsische Gedenkstätten (Dr. Klaus-Dieter Müller), des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung Dresden (Dr. Mike Schmeitzner) und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung (Prof. Dr. Thomas Schaarschmidt).

Buchcover.

Menschenrechte als politisches und ideologisches Argument im Kalten Krieg, 1961-1975

Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Die These der Dissertation lautete, dass der Erfolg der Menschenrechtssemantik in den 1970er Jahren nicht erklärt werden kann, ohne die politischen und ideologischen Auseinandersetzungen des Kalten Krieges in den 1960er Jahren zu betrachten. Die konflikthaften Diskurse im Kalten Krieg können als ein Katalysator für die Verbreitung von Menschenrechtssemantik in den 1960er Jahren verstanden werden.

Buchcover.

Im Riss zweier Epochen. Politik und Gesellschaft in Potsdam in den 1980er und frühen 1990er Jahren

Jutta Braun, Peter Ulrich Weiß

Abgeschlossenes assoziiertes Forschungsprojekt

Aufgabe des Projektes war die Analyse der konfliktvollen Beziehungsgeschichte zwischen lokalen Herrschaftseliten und oppositionellen Gegeneliten bis in die Phase der Transformation Potsdams zur Landeshauptstadt hinein. Dabei ging es gleichermaßen um politische Interaktions- und Mobilisierungsprozesse im Umbruch 1989/90 wie um Fragen nach Milieustabilität und nach Austausch und Überleben von politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Eliten.