Abgeschlossene Projekte

Forschung

Projekte

Kirchturm und Fernsehturm. Foto: Beko, St. Mary's Church and TV Tower in Berlin, CC BY-SA 4.0

Bilder des Glaubens. Das Fernsehen und der Wandel des Religiösen in der bundesdeutschen Öffentlichkeit der 1950er bis 1980er Jahre

Ronald Funke

Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Das Projekt thematisierte Darstellungen von Kirche und Religion im Fernsehen der Bundesrepublik. In Abgrenzung zum Begriff Säkularisierung wurden dabei Transformationsprozesse in den Blick genommen, da Religiosität im 20. Jahrhundert nur vermeintlich einen Bedeutungsverlust, tatsächlich jedoch einen Bedeutungswandel erlebt hat.

Helen Wolff (1906-1994) - Verlegerin und Virtuosin der Vermittlung
Eine biographische Studie zur Verlagsgeschichte des 20. Jahrhunderts in geschlechterhistorischer und transnationaler Perspektive

Marion Detjen
Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Das Projekt widmete sich der bislang weitgehend vernachlässigten geschlechtergeschichtlichen Dimension der Buchverlagsgeschichte in Form einer biographischen Fallstudie, zu einer Verleger-Figur, die eine Schlüsselstellung in den europäisch-transatlantischen literarischen Netzwerken inne hatte: Helen Wolff (1906-1994).

Buchcover: »Besorgt mal Filme!« Der internationale Programmhandel des DDR-Fernsehens

Zwischen Adaption und Abwehr
Der internationale Programmhandel im Fernsehen der DDR

Richard Oehmig
Abgeschossenes Dissertationsprojekt

Das Projekt verfolgte das Ziel, den internationalen Fernsehprogrammhandel am Beispiel des DDR-Fernsehens aus medien- und kulturhistorischer Perspektive zu untersuchen. Im Blickpunkt der Betrachtung standen dabei die erkenntnisleitende Zentralfrage: Welche Effekte hatte der internationale Programmhandel auf das nationale Gesamtprogramm des DDR-Fernsehens und welche Rückkopplungsprozesse lassen sich daraus auf die kulturpolitische und ökonomische Ebene ableiten?

Buchcover: Living History als Gegenstand historischen Lernens

Geschichte erleben oder Die performative Aneignung vergangener Lebenswelten in archäologischen Freilichtmuseen

Stefanie Samida
Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Das Teil­pro­jekt der Archäo­lo­gie unter­suchte das enge Bezie­hungs­ge­flecht von Archäo­lo­gen, ‚Re-Enactors‘ und Besu­chern in archäo­lo­gi­schen Frei­licht­mu­seen und auf his­to­ri­schen Events. Ziel war es, einer­seits die Motive aller Betei­lig­ten und ande­rer­seits die Bedeu­tung der Living History-Inszenierungen zu erfor­schen. Dar­über hin­aus sollte auch das per­sön­li­che und pro­fes­sio­nelle Vor­wis­sen der Re-Enactors – also der Akteure – und ihre Bezie­hung zur aka­de­mi­schen Wis­sen­schaft ein­ge­hen­der betrach­tet wer­den. Fra­gen nach dem didak­ti­schen Kon­zept der Re-Enactors standen dabei ebenso im Zen­trum des Inter­es­ses wie der Ein­fluss ihrer Per­for­man­ces auf die museale Pra­xis und die Ausstellungskonzeption.

Buchcover: Agenten der Bilder. Fotografisches Handeln im 20. Jahrhundert

Agenten der Bilder
Fotografisches Handeln im 20. Jahrhundert

Annette Vowinckel

Abgeschlossenes Buchprojekt

Annette Vowinckel beschreibt die an der Bildproduktion beteiligten Berufsgruppen der Fotojournalisten und Bildredakteure als »Agenten der Bilder«. Sie zeigt, wie im vergangenen Jahrhundert Fotografien im öffentlichen Raum als Argumente eingesetzt wurden, welche unterschiedlichen Verwendungen Fotografie in der freien Presse, in staatlichen Organisationen, in Armeen und im politischen Diskurs fanden.

Ausstellungsplakat

Waldsiedlung Wandlitz - Eine Landschaft der Macht

Jürgen Danyel

Abgeschlossenes Ausstellungsprojekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Gemeinde Wandlitz

Die zu Bernau gehörende Waldsiedlung Wandlitz gilt nach wie vor in Ost und West als ein Symbol für den Politik- und Lebensstil der SED-Machtelite, für deren Privilegien und zunehmende Abschottung von der Lebensrealität der DDR-Bevölkerung. Die Ausstellung im BARNIM PANORAM in Wandlitz zeigte vom 13. Mai bis zum  9. November 2016 einen historisch-kritischen Überblick über die Geschichte der 1958 errichteten und bis 1990 genutzten Wohnsiedlung der SED-Spitzenfunktionäre.

Ausstellungsplakat.

»Gesichter des Prager Frühlings«
1968 in der tschechoslowakischen Fotografie

Jürgen Danyel

Abgeschlossenes Ausstellungsprojekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, dem Tschechischen und Slowakischen Zentrum in Berlin und der Botschaften der Tschechischen und Slowakischen Republik in Deutschland

Im Jahr 1968 versuchten in der Tschechoslowakei die Reformer um Alexander Dubček dem Sozialismus ein „menschliches Antlitz“ zu geben und leiteten einen weitreichenden Prozess der Demokratisierung ein. Er wurde von der gesamten Gesellschaft vorangetrieben und löste überall im Ostblock Hoffnung auf Veränderung aus. Der Einmarsch der Truppen des Warschauer Vertrages am 21. August 1968 setzte dieser Entwicklung ein gewaltsames Ende.

Buchcover: Von der Politisierung der Medien zur Medialisierung des Politischen? Zum Verhältnis von Medien, Öffentlichkeiten und Politik im 20. Jahrhundert.

Politik als Fiktion. Ordnungsvorstellungen und politische Images in Film und Fernsehen im deutsch-amerikanischen Vergleich 1950–2000

Christoph Classen

Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Das Vorhaben untersuchte die Darstellung von gesellschaftsbezogenen, politischen Konflikten in fiktionalen Filmen und Fernsehbeiträgen der Bundesrepublik und der Vereinigten Staaten zwischen den fünfziger und den neunziger Jahren. Das Interesse richtete sich dabei auf den Wandel kollektiver Ordnungsvorstellungen sowie auf die sich verändernden Erwartungen gegenüber der Politik und ihrer Leistungsfähigkeit.

Modell von Ost-Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Foto: Hanno Hochmuth

Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt

Jürgen Danyel, Hanno Hochmuth, Florentine Schmidtmann

Abgeschlossenes Ausstellungsprojekt im Stadtmuseum Berlin

Das ZZF Potsdam und die Stiftung Stadtmuseum Berlin gestalteten eine gemeinsame Sonderausstellung zu Ost-Berlin. Die Ausstellung wurde vom 11. Mai bis 9. November 2019 im Ephraim-Palais im Berliner Nikolaiviertel gezeigt und bot neue Perspektiven auf die einstige Metropole. Im Mittelpunkt der Ausstellung standen die sozialen und kulturellen Dimensionen des urbanen Lebens in Ost-Berlin.

Ausstellungsplakat

Alltag Einheit - Portrait einer Übergangsgesellschaft

Judith Berthold, Jürgen Danyel

Abgeschlossenes Ausstellungsprojekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und s Deutschen Historischen Museums

Der Alltag der Vereinigung und die Erfahrungen der Menschen standen im Mittelpunkt der Ausstellung „Alltag Einheit. Porträt einer Übergangsgesellschaft“. Sie thematisierte den in seiner Dimension historisch einmaligen Wandel des gesamten politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gefüges der Gesellschaft in der früheren DDR ebenso wie die damit einhergehende Veränderung der alten Bundesrepublik. Vom Wandel der Sprache über die dramatischen Veränderungen der Arbeitswelt, vom Konsum über die wechselseitige Wahrnehmung von Ost- und Westdeutschen bis hin zum kulturellen Aufbruch nach dem Mauerfall lieferte die Ausstellung Einblicke in die Alltags-, Kultur- und Erfahrungswelt der deutsch-deutschen Übergangsgesellschaft in der ersten Hälfte der 1990er Jahre. Die Ausstellung war ein Kooperationsprojekt mit dem Deutschen...

Die Ergebnisse des Projekts sind im Buch "Jugend – Pop – Kultur - Eine transnationale Geschichte" veröffentlicht, das 2019 erschien.

Delinquenz und Normalisierung
Von der Jugend- zur Popkultur: eine transnationale Geschichte 1953-1966

Bodo Mrozek
Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Das Projekt analysierte die Entstehung einer internationalen Jugend- und Popkultur in den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Zwei gegenläufige, aber eng mit einander verbundene Entwicklungen wurden herausgearbeitet: 1. Die Konstruktion und Kriminalisierung jugendlicher Straßenstile, Sounds und Kulturprodukte in Sozialfiguren wie „Halbstarke“, „Teddy Boys“, „blousons noirs“ oder „juvenile delinquents“ und deren Verpolizeilichung in regulativen und sozialpräventiven Maßnahmen. 2. Die durch starke kulturkonservative Widerstände von links und rechts gebremste Etablierung internationalisierter altersspezifischer Formate in Kino, Print, Funk und Fernsehen.

Porträt eines Jugendlichen aus der Erziehungsanstalt Aszód (Ungarn). Quelle: Privatarchiv Tamás Urbán.

Verhandelte Bilder
Bildpolitik und Bildkontrolle in Ungarn zwischen 1963 und 1989

Eszter Kiss
Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

Im Mittelpunkt des Dissertationsprojekts stand die Fotografie während der Kádár-Ära. Relevant waren die Jahre nach der Konsolidierung des Systems in Ungarn ab Mitte der 1960er-Jahre, als sich die neuen Strukturen allmählich auch im Umgang mit der Fotografie verfestigten.

»Die Pankower Tafelrunde«
Das "Städtchen" als Wohnsitz von DDR-Politikern

Jürgen Danyel

Abgeschlossenes Ausstellungsprojekt

Transnationale Medienbeziehungen in Europa: Internationaler Programmaustausch und kultureller Transfer als Bausteine einer europäischen Medienkultur

Christoph Classen, Annette Vowinckel

Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Seit es elektronische Medien gibt, hat ihr grenzüberschreitender Charakter große Faszination aber auch Ängste ausgelöst. Dementsprechend stark waren im 20. Jahrhundert die politischen Versuche, das eigene Territorium nach Möglichkeit gegen Einflüsse von außen zu immunisieren und die Medien für die Integration meist national definierter Gemeinschaften in den Dienst zu nehmen. Das Interesse gilt diesem Spannungsverhältnis zwischen der inhärenten Transnationalität moderner Massenmedien einerseits und den Bemühungen um Identitätsstiftung und politische Einhegung andererseits.

Radio Luxembourg auf der EXPO 1958. Foto: Wouter Hagens, Expo58 radio luxembourg, CC BY-SA 3.0

Radio Télévision Luxembourg (RTL) als transnationaler Programmanbieter (1955–1980)

Katja Berg
Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

Anhand des luxemburgischen Programmanbieters RTL wurde vergleichend der Beitrag dieses kommerziellen Unternehmens zum Wandel der Medienkulturen in der Bundesrepublik und in Frankreich untersucht. Das Projekt nahm den sozial- und kulturgeschichtlich prägenden Übergang von der Mangelgesellschaft zur Konsumgesellschaft in den Blick, den beide Gesellschaften in dieser Zeit erfahren haben.

Ausgestrahlt. Die 'Tschernobyl'-Debatte in der bundesdeutschen und französischen Medienöffentlichkeit
© Katrin Jordan

Ausgestrahlt
Die ‚Tschernobyl‘-Debatte in der bundesdeutschen und französischen Medienöffentlichkeit

Katrin Jordan
Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Das Dissertationsprojekt untersuchte vergleichend die ‚Tschernobyl‘-Debatten in der Bundesrepublik und Frankreich. Es analysierte, wie in der Presse und im Fernsehen ‚Tschernobyl‘ in Wort und Bild vermittelt wurde und welche Informationen sowie Deutungen des ‚unsichtbaren‘ Ereignisses weite Verbreitung fanden. Zudem wurden auch die Akteure der Debatte, die in der Medienöffentlichkeit auftraten, in den Blick genommen.

Ernährungspyramide. Grafik: Targan, Ernährungs Pyramide, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Ernährungsregimes

Thomas Werneke
Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Das Projekt fragte nach den semantischen Brüchen und Kontinuitäten quer zu den Regimewechseln in Deutschland. Konsum wird im Projekt als der Verbrauch von Nahrung und Genussmitteln (insbesondere Alkohol und Tabak) sowie von „functional food“ (z. B. Eiweißdrinks) verstanden. Als Quellen dienen hauptsächlich Publikationen staatlicher Akteure sowie Experten im Bereich der Lebensmittelchemie, Ernährungswissenschaft und Gesundheitspflege.

Plakat der Konferenz "Zeitgeschichte der Informationsgesellschaft" (11. bis 13.10.2012 in Potsdam).

Computerisierung der Arbeitswelt: Utopien - Diskurse - Praxen

Annette Schuhmann

Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Das Projekt untersuchte vergangene Zukunftsvisionen im Bereich der Erwerbsarbeit. Die Szenarien der 1970er- und 1980er-Jahre reichten  von der „frohen Botschaft des Tertiären“ über die strategischen Perspektiven, die an die wissenschaftlich-technische Revolution geknüpft wurden, bis hin zum Problem der Arbeitsmigration und das daran gekoppelte Bild menschenleerer Landstriche inmitten Europas.

68/69
Kunst.Zeit.Geschichte. Vom Frühling der Utopien bis zum Fall der Mauer

Jürgen Danyel

Abgeschlossenes Kooperationsprojekt

Abgeschlossenes Kooperationsprojekt mit dem Archa Theater Prag, Kampnagel Hamburg, Sophiensaele Berlin, Stanica Zilina und dem Zentrum für experimentelles Theater/Theater Die Gans an der Schnur Brünn

Metallbaukasten, VEB Injecta Steinach/Thür, Mitte 1960er Jahre, Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. Foto: Andreas Ludwig

Zeitgeschichte der Dinge

Andreas Ludwig

Abgeschlossenes Forschungsprojekt
Gefördert von der VolkswagenStiftung im Rahmen der Förderinitiative "Forschung in Museen"

Die materielle Alltagskultur der DDR weist eine auffallend große Zahl von Objekten auf, die in direktem Bezug zur DDR als Staat und ihrem politischen System stehen. Im Projekt wurde der Frage nachgegangen, inwieweit diese Artefakte als „DDR-Dinge“ erkennbar sind und worin diese Erkennbarkeit liegt.

Kunst der DDR auf einer Ausstellung anlässlich des zehnten Jubiläums der Staatsgründung, Berlin, 4.10.1959. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-67740-0046 / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 183-67740-0046, Berlin, 10. Jahrestag DDR-Gründung, Ausstellung, CC BY-SA 3.0 DE

Riss im Bild. Die Auseinandersetzungen über Kunst und Künstler*innen aus der DDR im Prozess der deutschen Vereinigung

Anja Tack

Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Nach dem politischen Umbruch in der DDR entzündete sich an der Frage nach Wert und Zukunft der Kunst aus der DDR eine hitzige Debatte. Sind die Werke Kunst oder lediglich historisches Objekt? Welcher Maßstab ist angemessen, um die Kunst aus der DDR zu bewerten? Die Arbeit ging den Konfliktlinien in dieser Auseinandersetzung nach, fraget nach den Motiven der Akteure und versuchte, vor der Folie der „Vereinigungskrise“ (Kocka) diesen sogenannten Bilderstreit in Deutschland als Teil der deutschen Vereinigung zu historisieren.

Kooperationsprojekt "Visual History. Institutionen und Medien des Bildgedächtnisses"

Jürgen Danyel, Annette Vowinckel

Abgeschlossenes SAW-Projekt (2012–2015)
Kooperationsprojekt des ZZF mit dem Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung Braunschweig, dem Herder-Institut Marburg und dem Deutschen Museum München (SAW/WGL)
 

Rote Kapelle - Ein Portät der Widerstandsgruppe in Fotografien und Selbstzeugnissen

Jürgen Danyel

Abgeschlossenes Ausstellungsprojekt mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Wau Holland war 1981 Mitbegründer des Chaos Computer Clubs. Foto: Wau Holland Stiftung.

Sub- und Gegenkulturen der Computernutzung seit den 1970er Jahren

Julia Erdogan
Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

Das Projekt untersuchte die kulturellen Praktiken von Hackern und ihren Einfluss auf die Computernutzung zwischen den späten 1970er und den frühen 1990er Jahren. Für die beiden deutschen Teilstaaten sollte geklärt werden, welche Rolle die Hacker in der Ausformung moderner Gesellschaften einnehmen und wie sie im Kontext von Konsumgesellschaft und sozialen Bewegungen zu verorten sind.

Cover der Publikation "Welle der Konsumgesellschaft?".

Welle der Konsumgesellschaft?
RTL in Frankreich 1945-1975

Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Radio in Frankreich zum Leitmedium. Auch nach der Durchsetzung des Fernsehens in den 1960er Jahren blieb es wichtige Informationsquelle und Alltagsbegleiter. Dabei waren, so die Arbeitshypothese, der Wandel des Hörfunks und die Entwicklung der Konsumgesellschaft eng miteinander verflochtene Prozesse. Ziel des Dissertationsprojekts war es, dieses vielschichtige Wechselverhältnis am Beispiel des privatkommerziellen Radiosenders Radio Luxembourg (RTL) zu analysieren.

Abgeschlossene Projekte

Forschung

Projekte

Kirchturm und Fernsehturm. Foto: Beko, St. Mary's Church and TV Tower in Berlin, CC BY-SA 4.0

Bilder des Glaubens. Das Fernsehen und der Wandel des Religiösen in der bundesdeutschen Öffentlichkeit der 1950er bis 1980er Jahre

Ronald Funke

Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Das Projekt thematisierte Darstellungen von Kirche und Religion im Fernsehen der Bundesrepublik. In Abgrenzung zum Begriff Säkularisierung wurden dabei Transformationsprozesse in den Blick genommen, da Religiosität im 20. Jahrhundert nur vermeintlich einen Bedeutungsverlust, tatsächlich jedoch einen Bedeutungswandel erlebt hat.

Helen Wolff (1906-1994) - Verlegerin und Virtuosin der Vermittlung
Eine biographische Studie zur Verlagsgeschichte des 20. Jahrhunderts in geschlechterhistorischer und transnationaler Perspektive

Marion Detjen
Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Das Projekt widmete sich der bislang weitgehend vernachlässigten geschlechtergeschichtlichen Dimension der Buchverlagsgeschichte in Form einer biographischen Fallstudie, zu einer Verleger-Figur, die eine Schlüsselstellung in den europäisch-transatlantischen literarischen Netzwerken inne hatte: Helen Wolff (1906-1994).

Buchcover: »Besorgt mal Filme!« Der internationale Programmhandel des DDR-Fernsehens

Zwischen Adaption und Abwehr
Der internationale Programmhandel im Fernsehen der DDR

Richard Oehmig
Abgeschossenes Dissertationsprojekt

Das Projekt verfolgte das Ziel, den internationalen Fernsehprogrammhandel am Beispiel des DDR-Fernsehens aus medien- und kulturhistorischer Perspektive zu untersuchen. Im Blickpunkt der Betrachtung standen dabei die erkenntnisleitende Zentralfrage: Welche Effekte hatte der internationale Programmhandel auf das nationale Gesamtprogramm des DDR-Fernsehens und welche Rückkopplungsprozesse lassen sich daraus auf die kulturpolitische und ökonomische Ebene ableiten?

Buchcover: Living History als Gegenstand historischen Lernens

Geschichte erleben oder Die performative Aneignung vergangener Lebenswelten in archäologischen Freilichtmuseen

Stefanie Samida
Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Das Teil­pro­jekt der Archäo­lo­gie unter­suchte das enge Bezie­hungs­ge­flecht von Archäo­lo­gen, ‚Re-Enactors‘ und Besu­chern in archäo­lo­gi­schen Frei­licht­mu­seen und auf his­to­ri­schen Events. Ziel war es, einer­seits die Motive aller Betei­lig­ten und ande­rer­seits die Bedeu­tung der Living History-Inszenierungen zu erfor­schen. Dar­über hin­aus sollte auch das per­sön­li­che und pro­fes­sio­nelle Vor­wis­sen der Re-Enactors – also der Akteure – und ihre Bezie­hung zur aka­de­mi­schen Wis­sen­schaft ein­ge­hen­der betrach­tet wer­den. Fra­gen nach dem didak­ti­schen Kon­zept der Re-Enactors standen dabei ebenso im Zen­trum des Inter­es­ses wie der Ein­fluss ihrer Per­for­man­ces auf die museale Pra­xis und die Ausstellungskonzeption.

Buchcover: Agenten der Bilder. Fotografisches Handeln im 20. Jahrhundert

Agenten der Bilder
Fotografisches Handeln im 20. Jahrhundert

Annette Vowinckel

Abgeschlossenes Buchprojekt

Annette Vowinckel beschreibt die an der Bildproduktion beteiligten Berufsgruppen der Fotojournalisten und Bildredakteure als »Agenten der Bilder«. Sie zeigt, wie im vergangenen Jahrhundert Fotografien im öffentlichen Raum als Argumente eingesetzt wurden, welche unterschiedlichen Verwendungen Fotografie in der freien Presse, in staatlichen Organisationen, in Armeen und im politischen Diskurs fanden.

Ausstellungsplakat

Waldsiedlung Wandlitz - Eine Landschaft der Macht

Jürgen Danyel

Abgeschlossenes Ausstellungsprojekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Gemeinde Wandlitz

Die zu Bernau gehörende Waldsiedlung Wandlitz gilt nach wie vor in Ost und West als ein Symbol für den Politik- und Lebensstil der SED-Machtelite, für deren Privilegien und zunehmende Abschottung von der Lebensrealität der DDR-Bevölkerung. Die Ausstellung im BARNIM PANORAM in Wandlitz zeigte vom 13. Mai bis zum  9. November 2016 einen historisch-kritischen Überblick über die Geschichte der 1958 errichteten und bis 1990 genutzten Wohnsiedlung der SED-Spitzenfunktionäre.

Ausstellungsplakat.

»Gesichter des Prager Frühlings«
1968 in der tschechoslowakischen Fotografie

Jürgen Danyel

Abgeschlossenes Ausstellungsprojekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, dem Tschechischen und Slowakischen Zentrum in Berlin und der Botschaften der Tschechischen und Slowakischen Republik in Deutschland

Im Jahr 1968 versuchten in der Tschechoslowakei die Reformer um Alexander Dubček dem Sozialismus ein „menschliches Antlitz“ zu geben und leiteten einen weitreichenden Prozess der Demokratisierung ein. Er wurde von der gesamten Gesellschaft vorangetrieben und löste überall im Ostblock Hoffnung auf Veränderung aus. Der Einmarsch der Truppen des Warschauer Vertrages am 21. August 1968 setzte dieser Entwicklung ein gewaltsames Ende.

Buchcover: Von der Politisierung der Medien zur Medialisierung des Politischen? Zum Verhältnis von Medien, Öffentlichkeiten und Politik im 20. Jahrhundert.

Politik als Fiktion. Ordnungsvorstellungen und politische Images in Film und Fernsehen im deutsch-amerikanischen Vergleich 1950–2000

Christoph Classen

Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Das Vorhaben untersuchte die Darstellung von gesellschaftsbezogenen, politischen Konflikten in fiktionalen Filmen und Fernsehbeiträgen der Bundesrepublik und der Vereinigten Staaten zwischen den fünfziger und den neunziger Jahren. Das Interesse richtete sich dabei auf den Wandel kollektiver Ordnungsvorstellungen sowie auf die sich verändernden Erwartungen gegenüber der Politik und ihrer Leistungsfähigkeit.

Modell von Ost-Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Foto: Hanno Hochmuth

Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt

Jürgen Danyel, Hanno Hochmuth, Florentine Schmidtmann

Abgeschlossenes Ausstellungsprojekt im Stadtmuseum Berlin

Das ZZF Potsdam und die Stiftung Stadtmuseum Berlin gestalteten eine gemeinsame Sonderausstellung zu Ost-Berlin. Die Ausstellung wurde vom 11. Mai bis 9. November 2019 im Ephraim-Palais im Berliner Nikolaiviertel gezeigt und bot neue Perspektiven auf die einstige Metropole. Im Mittelpunkt der Ausstellung standen die sozialen und kulturellen Dimensionen des urbanen Lebens in Ost-Berlin.

Ausstellungsplakat

Alltag Einheit - Portrait einer Übergangsgesellschaft

Judith Berthold, Jürgen Danyel

Abgeschlossenes Ausstellungsprojekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und s Deutschen Historischen Museums

Der Alltag der Vereinigung und die Erfahrungen der Menschen standen im Mittelpunkt der Ausstellung „Alltag Einheit. Porträt einer Übergangsgesellschaft“. Sie thematisierte den in seiner Dimension historisch einmaligen Wandel des gesamten politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gefüges der Gesellschaft in der früheren DDR ebenso wie die damit einhergehende Veränderung der alten Bundesrepublik. Vom Wandel der Sprache über die dramatischen Veränderungen der Arbeitswelt, vom Konsum über die wechselseitige Wahrnehmung von Ost- und Westdeutschen bis hin zum kulturellen Aufbruch nach dem Mauerfall lieferte die Ausstellung Einblicke in die Alltags-, Kultur- und Erfahrungswelt der deutsch-deutschen Übergangsgesellschaft in der ersten Hälfte der 1990er Jahre. Die Ausstellung war ein Kooperationsprojekt mit dem Deutschen...

Die Ergebnisse des Projekts sind im Buch "Jugend – Pop – Kultur - Eine transnationale Geschichte" veröffentlicht, das 2019 erschien.

Delinquenz und Normalisierung
Von der Jugend- zur Popkultur: eine transnationale Geschichte 1953-1966

Bodo Mrozek
Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Das Projekt analysierte die Entstehung einer internationalen Jugend- und Popkultur in den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Zwei gegenläufige, aber eng mit einander verbundene Entwicklungen wurden herausgearbeitet: 1. Die Konstruktion und Kriminalisierung jugendlicher Straßenstile, Sounds und Kulturprodukte in Sozialfiguren wie „Halbstarke“, „Teddy Boys“, „blousons noirs“ oder „juvenile delinquents“ und deren Verpolizeilichung in regulativen und sozialpräventiven Maßnahmen. 2. Die durch starke kulturkonservative Widerstände von links und rechts gebremste Etablierung internationalisierter altersspezifischer Formate in Kino, Print, Funk und Fernsehen.

Porträt eines Jugendlichen aus der Erziehungsanstalt Aszód (Ungarn). Quelle: Privatarchiv Tamás Urbán.

Verhandelte Bilder
Bildpolitik und Bildkontrolle in Ungarn zwischen 1963 und 1989

Eszter Kiss
Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

Im Mittelpunkt des Dissertationsprojekts stand die Fotografie während der Kádár-Ära. Relevant waren die Jahre nach der Konsolidierung des Systems in Ungarn ab Mitte der 1960er-Jahre, als sich die neuen Strukturen allmählich auch im Umgang mit der Fotografie verfestigten.

»Die Pankower Tafelrunde«
Das "Städtchen" als Wohnsitz von DDR-Politikern

Jürgen Danyel

Abgeschlossenes Ausstellungsprojekt

Transnationale Medienbeziehungen in Europa: Internationaler Programmaustausch und kultureller Transfer als Bausteine einer europäischen Medienkultur

Christoph Classen, Annette Vowinckel

Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Seit es elektronische Medien gibt, hat ihr grenzüberschreitender Charakter große Faszination aber auch Ängste ausgelöst. Dementsprechend stark waren im 20. Jahrhundert die politischen Versuche, das eigene Territorium nach Möglichkeit gegen Einflüsse von außen zu immunisieren und die Medien für die Integration meist national definierter Gemeinschaften in den Dienst zu nehmen. Das Interesse gilt diesem Spannungsverhältnis zwischen der inhärenten Transnationalität moderner Massenmedien einerseits und den Bemühungen um Identitätsstiftung und politische Einhegung andererseits.

Radio Luxembourg auf der EXPO 1958. Foto: Wouter Hagens, Expo58 radio luxembourg, CC BY-SA 3.0

Radio Télévision Luxembourg (RTL) als transnationaler Programmanbieter (1955–1980)

Katja Berg
Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

Anhand des luxemburgischen Programmanbieters RTL wurde vergleichend der Beitrag dieses kommerziellen Unternehmens zum Wandel der Medienkulturen in der Bundesrepublik und in Frankreich untersucht. Das Projekt nahm den sozial- und kulturgeschichtlich prägenden Übergang von der Mangelgesellschaft zur Konsumgesellschaft in den Blick, den beide Gesellschaften in dieser Zeit erfahren haben.

Ausgestrahlt. Die 'Tschernobyl'-Debatte in der bundesdeutschen und französischen Medienöffentlichkeit
© Katrin Jordan

Ausgestrahlt
Die ‚Tschernobyl‘-Debatte in der bundesdeutschen und französischen Medienöffentlichkeit

Katrin Jordan
Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Das Dissertationsprojekt untersuchte vergleichend die ‚Tschernobyl‘-Debatten in der Bundesrepublik und Frankreich. Es analysierte, wie in der Presse und im Fernsehen ‚Tschernobyl‘ in Wort und Bild vermittelt wurde und welche Informationen sowie Deutungen des ‚unsichtbaren‘ Ereignisses weite Verbreitung fanden. Zudem wurden auch die Akteure der Debatte, die in der Medienöffentlichkeit auftraten, in den Blick genommen.

Ernährungspyramide. Grafik: Targan, Ernährungs Pyramide, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Ernährungsregimes

Thomas Werneke
Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Das Projekt fragte nach den semantischen Brüchen und Kontinuitäten quer zu den Regimewechseln in Deutschland. Konsum wird im Projekt als der Verbrauch von Nahrung und Genussmitteln (insbesondere Alkohol und Tabak) sowie von „functional food“ (z. B. Eiweißdrinks) verstanden. Als Quellen dienen hauptsächlich Publikationen staatlicher Akteure sowie Experten im Bereich der Lebensmittelchemie, Ernährungswissenschaft und Gesundheitspflege.

Plakat der Konferenz "Zeitgeschichte der Informationsgesellschaft" (11. bis 13.10.2012 in Potsdam).

Computerisierung der Arbeitswelt: Utopien - Diskurse - Praxen

Annette Schuhmann

Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Das Projekt untersuchte vergangene Zukunftsvisionen im Bereich der Erwerbsarbeit. Die Szenarien der 1970er- und 1980er-Jahre reichten  von der „frohen Botschaft des Tertiären“ über die strategischen Perspektiven, die an die wissenschaftlich-technische Revolution geknüpft wurden, bis hin zum Problem der Arbeitsmigration und das daran gekoppelte Bild menschenleerer Landstriche inmitten Europas.

68/69
Kunst.Zeit.Geschichte. Vom Frühling der Utopien bis zum Fall der Mauer

Jürgen Danyel

Abgeschlossenes Kooperationsprojekt

Abgeschlossenes Kooperationsprojekt mit dem Archa Theater Prag, Kampnagel Hamburg, Sophiensaele Berlin, Stanica Zilina und dem Zentrum für experimentelles Theater/Theater Die Gans an der Schnur Brünn

Metallbaukasten, VEB Injecta Steinach/Thür, Mitte 1960er Jahre, Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. Foto: Andreas Ludwig

Zeitgeschichte der Dinge

Andreas Ludwig

Abgeschlossenes Forschungsprojekt
Gefördert von der VolkswagenStiftung im Rahmen der Förderinitiative "Forschung in Museen"

Die materielle Alltagskultur der DDR weist eine auffallend große Zahl von Objekten auf, die in direktem Bezug zur DDR als Staat und ihrem politischen System stehen. Im Projekt wurde der Frage nachgegangen, inwieweit diese Artefakte als „DDR-Dinge“ erkennbar sind und worin diese Erkennbarkeit liegt.

Kunst der DDR auf einer Ausstellung anlässlich des zehnten Jubiläums der Staatsgründung, Berlin, 4.10.1959. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-67740-0046 / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 183-67740-0046, Berlin, 10. Jahrestag DDR-Gründung, Ausstellung, CC BY-SA 3.0 DE

Riss im Bild. Die Auseinandersetzungen über Kunst und Künstler*innen aus der DDR im Prozess der deutschen Vereinigung

Anja Tack

Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Nach dem politischen Umbruch in der DDR entzündete sich an der Frage nach Wert und Zukunft der Kunst aus der DDR eine hitzige Debatte. Sind die Werke Kunst oder lediglich historisches Objekt? Welcher Maßstab ist angemessen, um die Kunst aus der DDR zu bewerten? Die Arbeit ging den Konfliktlinien in dieser Auseinandersetzung nach, fraget nach den Motiven der Akteure und versuchte, vor der Folie der „Vereinigungskrise“ (Kocka) diesen sogenannten Bilderstreit in Deutschland als Teil der deutschen Vereinigung zu historisieren.

Kooperationsprojekt "Visual History. Institutionen und Medien des Bildgedächtnisses"

Jürgen Danyel, Annette Vowinckel

Abgeschlossenes SAW-Projekt (2012–2015)
Kooperationsprojekt des ZZF mit dem Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung Braunschweig, dem Herder-Institut Marburg und dem Deutschen Museum München (SAW/WGL)
 

Rote Kapelle - Ein Portät der Widerstandsgruppe in Fotografien und Selbstzeugnissen

Jürgen Danyel

Abgeschlossenes Ausstellungsprojekt mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Wau Holland war 1981 Mitbegründer des Chaos Computer Clubs. Foto: Wau Holland Stiftung.

Sub- und Gegenkulturen der Computernutzung seit den 1970er Jahren

Julia Erdogan
Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

Das Projekt untersuchte die kulturellen Praktiken von Hackern und ihren Einfluss auf die Computernutzung zwischen den späten 1970er und den frühen 1990er Jahren. Für die beiden deutschen Teilstaaten sollte geklärt werden, welche Rolle die Hacker in der Ausformung moderner Gesellschaften einnehmen und wie sie im Kontext von Konsumgesellschaft und sozialen Bewegungen zu verorten sind.

Cover der Publikation "Welle der Konsumgesellschaft?".

Welle der Konsumgesellschaft?
RTL in Frankreich 1945-1975

Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Radio in Frankreich zum Leitmedium. Auch nach der Durchsetzung des Fernsehens in den 1960er Jahren blieb es wichtige Informationsquelle und Alltagsbegleiter. Dabei waren, so die Arbeitshypothese, der Wandel des Hörfunks und die Entwicklung der Konsumgesellschaft eng miteinander verflochtene Prozesse. Ziel des Dissertationsprojekts war es, dieses vielschichtige Wechselverhältnis am Beispiel des privatkommerziellen Radiosenders Radio Luxembourg (RTL) zu analysieren.