Weimars Wirkung. Das Nachleben der ersten deutschen Republik

Veranstaltungsreihe
Datum: 22.10.2018 to 15.07.2019
Ort: Berlin

Veranstalter:

Lehrstuhl für Neueste und Zeitgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin
Stiftung Topographie des Terrors Berlin
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

in Kooperation mit:

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Deutsches Historisches Museum Berlin

 

Fast drei Jahrzehnte nach der deutsch-deutschen Vereinigung verdient die Weimarer Republik zum hundertjährigen Jubiläum ihrer Entstehung neue Aufmerksamkeit. Die Ringvorlesung diskutiert die verpassten Chancen und die strukturellen Defizite, fragt aber auch nach langfristigen und womöglich bis heute anhaltenden Wirkungen der ersten deutschen Republik. Gegenüber einer Verengung des Blicks auf die vielbeschworenen „Weimarer Verhältnisse“ als Vorspiel zu den Ereignissen nach 1933 unternimmt die Ringvorlesung einen doppelten Perspektivwechsel: Einerseits fragt sie nach der Eigenart und dem Stellenwert der ersten deutschen Republik innerhalb der längeren Geschichte, andererseits sucht sie die Bedeutung der mit „Weimar“ verbundenen Kultur des Politischen für ihre Nachgeschichte bis in die Gegenwart zu erörtern.

Termine (jeweils 18.15 – 19.45 Uhr):

22.10., 12.11., 03.12.2018, 14.01., 28.01., 11.02.2019 im Wintersemester
29.04., 13.05., 27.05., 17.06., 01.07., 15.07.2019 im Sommersemester

Flyerkarte mit allen Terminen der Reihe (pdf)

 

Termine der Vortragsreihe:

 

22.10.2018

Martin Sabrow (Berlin/Potsdam)
Einführung: Die vergessene Republik. Zum Ort der Weimarer Demokratie in der deutsch-deutschen Zeitgeschichte

(Topographie des Terrors)

 

12.11.2018

Hanno Hochmuth (Potsdam)
Mythos Babylon Berlin. Weimar in der Populärkultur bis heute

(DHM)
 

03.12.2018

Annette Vowinckel (Potsdam)
Weimars visuelles Erbe in der Bundesrepublik und der DDR

(Bundesstiftung Aufarbeitung)

 

14.01.2019

Stefanie Schüler-Springorum (Berlin)
Weimar als Kristallisationsort des Antisemitismus im 20. Jahrhundert

(Topographie des Terrors)

 

28.01.2019

Sebastian Ullrich (München)
Der Weimar-Komplex. Die erste deutsche Republik als politisches Lehrstück und persönlicher Erfahrungsraum im geteilten Deutschland

(DHM)

 

11.02.2019

Claudia Weber (Frankfurt/O.)
Feindbild und Partnerschaft. Die Geburt von Russlandverständnis und Bolschewistenfurcht in der Weimarer Republik

(Bundesstiftung Aufarbeitung)

 

29.04.2019

Michael Wildt (Berlin)
Die „Volksgemeinschaft“ als Antwort auf die fragmentierte Republik von Weimar

(Topographie des Terrors)

 

13.05.2019

Andreas Nachama (Berlin)
Die Entwicklung der NSDAP von einer völkischen Bewegung zu einer modernen Volkspartei

(DHM)

 

27.05.2019

Frank Bösch (Potsdam)
Sehnsucht nach Einheit: Weimars Erbe in der politischen Kultur der Bundesrepublik

(Bundesstiftung Aufarbeitung)

 

17.06.2019

Andreas Wirsching (München)
Weimar als politisches Argument

(Topographie des Terrors)

 

01.07.2019

Gerd Koenen (Frankfurt am Main)
Das Erbe der Spaltung. Die Linke in Ost und West zwischen Totalitarismus und Demokratie

(Bundesstiftung Aufarbeitung)

 

15.07.2019

Peter C. Caldwell (Houston)
Weimar Ausstellen. Die erste deutsche Republik und ihre Musealisierung

(DHM)

 

 

 

 

 

 

 

Veranstaltungsort

Dokumentationszentrum Topographie des Terrors Berlin, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kronenstraße 5, 10117 Berlin

Deutsches Historisches Museum Berlin, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Kontakt und Anmeldung

Der Eintritt zu allen Vortragsterminen der Reihe ist frei und ohne Anmeldung möglich.

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