Sub- und Gegenkulturen der Computernutzung seit den 1970er Jahren

Dissertationsprojekt

Das Projekt untersucht die kulturellen Praktiken von Hackern und ihren Einfluss auf die Computernutzung zwischen den späten 1970er und den frühen 1990er Jahren. Für die beiden deutschen Teilstaaten soll geklärt werden, welche Rolle die Hacker in der Ausformung moderner Gesellschaften einnehmen und wie sie im Kontext von Konsumgesellschaft und sozialen Bewegungen zu verorten sind. Dabei soll der alltägliche Umgang mit Computern, sowie das Bild von Hackern, genauer untersucht werden. Durch ihre Handlungen prägten Hacker den Diskurs und den Umgang mit den Computern anderer Nutzer. Für die Bundesrepublik relevant sind auch öffentlich wirksame Aktionen von Hackern, ihre Expertise und ihre Partizipation in Fragen des Datenschutzes. Wie versuchten sie für sich und ihren eigensinnigen Umgang mit dem neuen Medium zu werben und welche Erfolge konnten sie dabei verzeichnen? Wie konnte eine Gemeinschaft entstehen und welche Spannungen traten wiederum in dieser auf?

Der nationale Rahmen bietet dabei die Möglichkeit, ein transnationales Phänomen vergleichend in seinem kulturellen und gesellschaftlichen Kontext herauszuarbeiten. Da es sich strukturell und kulturell bei den Hackern um einen genuin transnationalen Gegenstand handelt, wird ein grenzübergreifender Austausch und ein Engagement im sozialen und auch politischen Geschehen der „vernetzten“ Welt genauer beleuchtet werden. Welche Rolle kommt Computern im politischen Aktivismus zu bzw. wie verändert er gängige Praktiken? 

Teilprojekt des SAW-Projektes Aufbrüche in die digitale Gesellschaft. Computerisierung und soziale Ordnungen in der Bundesrepublik und der DDR

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Julia Erdogan

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Forschung