Kooperationsprojekte

 

Das ZZF ist an verschiedenen Ausstellungs- und Website-Projekten beteiligt, die sich an eine breite Öffentlichkeit wenden. Aktuell gehören dazu:

Zeitgeschichtliche Erinnerungsorte in Brandenburg – www.reiseland-brandenburg.de/erinnerungsorte

32 zeitgeschichtlichen Erinnerungsorten in Brandenburg aus der Zeit der NS-Diktatur von 1933 bis 1945 und der SBZ/DDR-Diktatur von 1945-1989/90 galt ein bereichs- und abteilungsübergreifendes Projekt des ZZF, das in Zusammenarbeit mit der TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbH durchgeführt und im Frühjahr 2018 abgeschlossen wurde.

Es entstanden kurze Informationstexte von Jürgen Danyel, Hans-Hermann Hertle, Elke Kimmel, Thomas Schaarschmidt, Peter Ulrich Weiß und Irmgard Zündorf zu Orten der Zeitgeschichte, die nicht nur für die brandenburgische, sondern für die gesamte deutsche und teilweise sogar europäische Geschichte von herausragender Bedeutung waren. Sie sind seit Ende März 2018 auf der Internetseite der TMB dargestellt.

 

Ausstellung: „Ost-Berlin. Erkundung einer vorherigen Stadt“

Das ZZF und die Stiftung Stadtmuseum Berlin gestalten eine gemeinsame Ausstellung zu Ost-Berlin. Die Ausstellung soll von Oktober 2018 bis Mai 2019 im Ephraim-Palais im Berliner Nikolaiviertel gezeigt werden und neue Perspektiven auf die einstige Metropole des Ostens bieten. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die sozialen und kulturellen Dimensionen des urbanen Lebens in Ost-Berlin. Studierende des Masterstudiengangs Public History entwickeln für die Ausstellung moderne Partizipationsangebote, die gleichermaßen im Museum und im Berliner Stadtraum genutzt werden können. Näheres zur Ausstellung erfahren Sie demnächst unter: www.ost.berlin

Leitung am ZZF: Dr. Jürgen Danyel und Dr. Hanno Hochmuth

 

Multimediale Dokumentation der Geschichte der Berliner Mauer 1961-1989/90
www.chronik-der-mauer.de und Smartphone/iPad-App „Die Berliner Mauer“

Langzeit-Kooperationsprojekt des ZZF Potsdam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und Deutschlandradio

Projekt-Verantwortliche:
Dr. Hans-Hermann Hertle, ZZF Potsdam :: Sabine Berthold/Thorsten Schilling, Bundeszentrale für politische Bildung :: Birte Lock/Egbert Meyer, Deutschlandradio
Redakteurin: Lydia Dollmann
Englische Übersetzung: Timothy Jones

Die Website www.chronik-der-mauer.de und die Apps „Die Berliner Mauer“/„The Berlin Wall“ werden fortlaufend überarbeitet, aktualisiert und inhaltlich erweitert. 
Zur detaillierten Projektbeschreibung
 

Dokumentationsprojekt: "Achtung Grenze - Das Sperrgebiet der DDR in Potsdam 1961-89"

Das Kooperationsprojekt des ZZF mit dem Verein "Erinnerungsorte Potsdamer Grenze" verfolgt das Ziel, als Vorbereitung einer Ausstellung eine fachlich fundierte Dokumentation für den zeithistorisch relevanten und zugleich für eine breite Öffentlichkeit höchst interessanten Abschnitt der berlin-brandenburgischen Mauer nördlich der Glienicker Brücke für die Zeit von 1945-1990 zu erstellen. Es wird von Florentine Schmidtmann, assoziierte Doktorandin am ZZF, bearbeitet und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert.

Leitung am ZZF: Prof. Dr. Frank Bösch, Dr. Hans-Hermann Hertle

 

Dokumentation "Geschichte des Liebknechtportals"

Das in die Fassade des DDR-Staatsratsgebäudes integrierte „Liebknechtportal“ erfüllte eine doppelte Funktion für das staatliche Selbstverständnis: Es war Siegestrophäe über die untergegangene Hohenzollernmonarchie und Denkmal der sozialistischen Revolution zugleich. Auf dem Balkon des Portals stehend hatte Karl Liebknecht am 9. November 1918 die Räterepublik verkündet; beim Abriss des Schlosses 1950 wurde das barocke Tor sichergestellt, um es als Symbol der vorweggenommenen Staatsgründung im Moment des Triumphes über Imperialismus, Militarismus und Faschismus wiederaufzubauen.
Je harmonischer das Narrativ, desto störender unpassende Details: Wo genau stand Liebknecht eigentlich, als er die Republik ausrief? Wie überhaupt konnte der Staatsfeind Nummer 1 in das heiligste Refugium des Kaisertums gelangen? Und wer veranlasste schließlich, mehr als dreißig Jahre später, den Ausbau des Bauteils aus der sprengbereiten Ruine? Aus Zeitungsartikeln, Augenzeugenberichten, literarischen Schilderungen, Bauakten und Planungsskizzen soll die Geschichte des Liebknechtportals rekonstruiert werden – vom Erscheinen des Arbeiterführers vor dem Schlosseingang bis zur Inszenierung der Balkonszene in der DDR-Geschichtsdeutung. Das Projekt wird gefördert durch die Stiftung Berliner Schloss - Humboldtforum.

Bearbeiter am ZZF: Dominik Juhnke

 

www.17Juni53.de – Multimediales Website-Projekt

Kooperationsprojekt des ZZF Potsdam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und Deutschlandradio
Projektleitung am ZZF: Dr.Hans Hermann-Hertle

Der 17. Juni 1953 hatte eine Vorgeschichte – und er hatte weitreichende Folgen. Die multimediale Website, die den Zeitraum von April 1952 bis Ende 1953 abdeckt, rekonstruiert den Weg in die Krise, den Aufstand selbst und die Zeit nach dem 17. Juni: Dargestellt werden die Ursachen, der Verlauf und die Folgen. Eine Vielfalt unterschiedlicher Quellen illustriert und ergänzt die Textinformationen: Filmausschnitte, Fotos, Originaltöne aus dem RIAS-Archiv, Zeitzeugeninterviews, Zeitungsausschnitte, Flugblätter sowie Dokumente aus deutschen und internationalen Archiven.
Das Themenportal, das 2003 online gestellt wurde, betrachtet einerseits die vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen in verschiedenen Städten und Orten der DDR zwischen 1952 und 1954 und andererseits die mit dem 17. Juni 1953 zusammenhängenden nationalen und internationalen Entwicklungen. Die Recherchen wurden 2004 abgeschlossen und die Website 2013 lediglich geringfügig aktualisiert. Das materialreiche Portal steht zeitgeschichtlich interessierten Nutzerinnen und Nutzern als thematisches Archiv auch in Zukunft offen.

Public History