Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961-1989

Forschungsprojekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Stiftung Berliner Mauer/Gedenkstätte Berliner Mauer

Projektleitung: Hans-Hermann Hertle (ZZF Potsdam) / Maria Nooke (GBM)
Mitarbeit: Udo Baron und Christine Brecht sowie Martin Ahrends und Lydia Dollmann

Gefördert durch den Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Der Auslöser für das Projekt: Noch im Jahr 2005 - mehr als 40 Jahre nach dem Mauerbau und 15 Jahre nach der Öffnung der DDR-Archive - existierten keine gesicherten Angaben über die Anzahl der Todesopfer an der Berliner Mauer. Die Namen vieler Todesopfer, ihre Biographien und die Umstände, unter denen sie ums Leben kamen, waren unbekannt. Die doppelte Zielsetzung des gemeinsamen Projektes des Zentrums für Zeithistorische Forschung und der Gedenkstätte Berliner Mauer bestand darin, Anzahl und Identität der Todesopfer an der Berliner Mauer zu ermitteln und die Lebensgeschichten und Todesumstände der Menschen, die zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer ums Leben kamen, biographiegeschichtlich zu erforschen und zu dokumentieren.

Die bisherige Bilanz: Mindestens 139 Menschen sind nachweislich an der Berliner Mauer erschossen worden, verunglückt oder nahmen sich angesichts ihres gescheiterten Fluchtversuchs das Leben (Stand: November 2016). Darunter waren 101 Flüchtlinge, die beim Versuch, die Grenzanlagen zu überwinden, erschossen wurden, verunglückten oder sich das Leben nahmen, 30 Menschen aus Ost und West ohne Fluchtabsichten, die erschossen wurden oder verunglückten, und 8 DDR-Grenzsoldaten, die im Dienst durch Fahnenflüchtige, Kameraden, einen Flüchtling, einen Fluchthelfer oder einen West-Berliner Polizisten getötet wurden.

Die Ergebnisse des Projektes wurden 2009 in deutscher und 2011 in englischer Sprache in Print-Publikationen veröffentlicht:

Hans-Hermann Hertle/Maria Nooke u.a., Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961-1989. Ein biographisches Handbuch, hg. vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Stiftung Berliner Mauer, 2. Aufl., Berlin 2009.
Hans-Hermann Hertle/Maria Nooke (eds.), The Victims at the Berlin Wall, 1961–1989. A Biographical Handbook, published by Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam and Stiftung Berliner Mauer, Berlin 2011.

Auch nach Abschluss des Projektes wurde weiteren Verdachtsfällen nachgegangen, von denen drei als Todesopfer an der Berliner Mauer aufgenommen wurden: Die biographischen Skizzen zu Peter Grohganz, Czeslaw Kukuczka und Hans-Joachim Zock erschienen seit 2014 im Internet:

http://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/
http://www.berliner-mauer-gedenkstaette.de/de/todesopfer-240.html

Die aktualisierte Version der Projekt-Ergebnisse ist in deutscher und englischer Sprache hier nachzulesen:

Deutsch:
Hans-Hermann Hertle/Maria Nooke, Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961-1989. Ergebnisse eines Forschungsprojektes des ZZF Potsdam und der Stiftung Berliner Mauer, Version 3.0, Potsdam/Berlin, November 2016. (pdf)

English:
Hans-Hermann Hertle/Maria Nooke, The Victims at the Berlin Wall, 1961-1989. Findings of a Research Project by the Centre for Contemporary History Potsdam and the Berlin Wall Foundation, Version 3.0, Potsdam/Berlin, November 2016. (pdf)

Dr. Hans-Hermann Hertle

Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Büro: Am Neuen Markt 1, Raum 0.29
Tel.: 0331/28991-31
Fax: 0331/28991-50

E-Mail: hertle [at] zzf-potsdam.de

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