Arbeitsverhältnisse, Geschlecht und soziale Ungleichheit im Automobilbau der DDR

Das Automobil-Werk-Eisenach (AWE) seit den 1970er Jahren

Dissertationsprojekt
Gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung

Die Studie untersucht exemplarisch für einen Betrieb in der ehemaligen DDR, das Automobilwerk Eisenach, den Wandel arbeitsmarktbedingter sozialer Ungleichheitsverhältnisse von den 1970ern bis in die 1990er Jahre. Gefragt wird u.a, worin die arbeitsweltbezogenen Veränderungen in der DDR in den 1970er Jahren bestanden (z.B. Produktionsordnungen, Qualifikationsstrukturen, materielle Anreizsysteme) und aus welchen Ursachen diese entstanden. In einem zweiten Schritt soll untersucht werden, wie sich diese Veränderungen auf die Ungleichheitsrelationen zwischen verschiedenen Gruppen von Beschäftigten auswirkten. Drittens soll gefragt werden: Wie wurde soziale Ungleichheit im AWE von den Beschäftigten wahrgenommen und gedeutet? Welche Arten von Ungleichheit wurden dabei kritisch gesehen, welche akzeptiert? Diese Fragen sollen viertens auch für die Transformationszeit nach 1089/90 gestellt werden, in der sich – so eine Ausgangsvermutung – die Determinanten sozialer Ungleichheit in vieler Hinsicht veränderten.

Teilprojekt im Rahmen des Promotionskollegs „Soziale Folgen des Wandels der Arbeitswelt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Jessica Elsner

Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Am Neuen Markt 1, Raum 0.19

E-Mail: elsner [at] zzf-potsdam.de

Forschung