Gesellschaftsgeschichte der Subjektivierung

Der Forschungsschwerpunkt befasst sich mit Prozessen der Subjektwerdung in westlich-liberalen Gesellschaften, wobei es inbesondere um die Entstehung neuartiger politischer Subjekte geht. 

Der Projektbereich untersucht historische Bedingungen und Faktoren, die den Einzelnen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert zu einem gesellschaftlich akzeptierten und handlungsfähigen Subjekt machten. Damit sind Fragen nach gesellschaftlicher Zugehörigkeit angesprochen, die am Beispiel staatlicher Maßnahmen zur Resozialisierung und Integration vermeintlich devianter Subjekte ebenso untersucht werden wie am Beispiel privatwirtschaftlicher Maßnahmen zur Weiterbildung und Optimierung von Arbeitnehmern. 

Forschung

Projekte

Geschlossene Gesellschaft
Resozialisierung in westdeutschen Gefängnissen, 1950-1990

Annelie Ramsbrock

Die Frage, wie Straftäter im Verlauf ihrer Freiheitsstrafe zu sozial konformen Mitgliedern der Gesellschaft gemacht werden könnten, stellte sich in der Bundesrepublik nach den Erfahrungen der NS-Diktatur vollkommen neu. Was sollte das Gefängnis leisten?

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Die Arbeit am Ich
Weiterbildung und ‚Persönlichkeitsoptimierung‘ in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Franziska Rehlinghaus

Weiterbildung wird als eine historisch gewachsene Praxis der Optimierung des Verhaltens, Charakters und Körpers arbeitender Individuen interpretiert, die ökonomischen und persönlichen Ansprüchen genügen sollten.

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