Gesellschaftsgeschichte der Subjektivierung

Der Forschungsschwerpunkt befasst sich mit Prozessen der Subjektwerdung in westlich-liberalen Gesellschaften, wobei es inbesondere um die Entstehung neuartiger politischer Subjekte geht. 

Der Projektbereich untersucht historische Bedingungen und Faktoren, die den Einzelnen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert zu einem gesellschaftlich akzeptierten und handlungsfähigen Subjekt machten. Damit sind Fragen nach gesellschaftlicher Zugehörigkeit angesprochen, die am Beispiel staatlicher Maßnahmen zur Resozialisierung und Integration vermeintlich devianter Subjekte untersucht werden.

Forschung

Projekte

Hinweisschild für die Bewährungshilfestelle am Landgericht Itzehoe, 2011. Foto: Nightflyer, Itzehoe Bewährungshilfestelle Hinweisschild am Landgericht IMG 5292, CC BY 3.0

Freiheit auf Probe
Bewährungshilfe zwischen Resozialisierung und Risiko in der Bundesrepublik Deutschland, 1950-2000

Caroline Peters

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Der Aussetzung einer Strafe oder eines Strafrestes zur Bewährung liegt der Gedanke der Resozialisierung zugrunde und damit die Annahme, dass sich jeder Mensch für ein Leben ohne Straftaten entscheiden könne. Das Bewährungshilfesystem...

» mehr erfahren

Das 1836-43 als preußisches Kriminalgefängnis errichtete Gefängnis Klingelpütz in Köln wurde 1969 abgerissen. © Rheinisches Bildarchiv Köln, rba_113519.

Geschlossene Gesellschaft
Resozialisierung in westdeutschen Gefängnissen, 1950-1990

Annelie Ramsbrock

Forschungsprojekt

Die Frage, wie Straftäter im Verlauf ihrer Freiheitsstrafe zu sozial konformen Mitgliedern der Gesellschaft gemacht werden könnten, stellte sich in der Bundesrepublik nach den Erfahrungen der NS-Diktatur vollkommen neu. Was sollte das Gefängnis leisten?...

» mehr erfahren